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„Wissen kennt keine Grenzen“

Mehr Geld für den Europäischen Hochschulraum – Staffler zu Gast bei „Ratspräsi2Go“

Mehr Geld für den europäischen Hochschulraum hat die CSU-Abgeordnete Katrin Staffler gefordert. In der Digitalveranstaltung „Ratspräsi2Go“ der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag sagte Staffler, nur mit Investitionen in Bildung, Forschung und Innovation könne Europa zukunftsfähig bleiben. Das habe auch die Corona-Krise eindringlich gezeigt. 

Länderübergreifende Forschung fördern

„Wissen kennt keine Grenzen“, sagte Staffler und fügte hinzu: „Europa kann im weltweiten Wettbewerb nur dann gut sein, wenn wir die Kompetenzen, die wir zweifelsohne haben, bündeln, wenn wir enger zusammenarbeiten.“ Länderübergreifende Forschung sei „das Mittel der Wahl, wenn es darum geht, Europa aus der Krise zu führen“, betonte die Obfrau der CDU/CSU Fraktion in der Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“.

Impfstoffentwicklung in Mainz „echte Sensation“

Als Beispiel für die Innovationsfähigkeit Deutschlands und Europas nannte die Gastgeberin der Veranstaltung, Unionsfraktionsvize Katja Leikert, das Mainzer Unternehmen BioNTech, das – zusammen mit Pfizer – innerhalb kürzester Zeit einen Corona-Impfstoff entwickelt hat. Staffler sprach in dem Zusammenhang von einer „echten Sensation“. Sie betonte aber, wenn Europa bei Innovationen weltweit Spitzenreiter bleiben wolle, dann brauche man ein entsprechendes Budget.

Europaparlament handelt Nachschlag aus

Mit Blick auf den Mehrjährigen Finanzrahmen, den die EU-Mitgliedstaaten für 2021 bis 2027 ausgehandelt haben, sagten Staffler und Leikert, man hätte sich mehr Geld etwa für das Studentenaustauschprogramm Erasmus oder für das Forschungsprogramm Horizon Europe vorstellen können. Solche Gelder stünden schnell auf der Streichliste, bedauerte Leikert. Immerhin sei es gut, dass das Europaparlament einen Nachschlag habe aushandeln können. 

Zügige Reformen angemahnt

Staffler mahnte auch mehr zügigere Reformen an – etwa mit Blick auf den Bologna-Prozess zur Umsetzung des Europäischen Hochschulraums, der 2030 abgeschlossen sein soll. „Da gilt es, Druck im Kessel zu behalten“, sagte sie. Immerhin aber sei es schnell gegangen, als der französische Präsident Emmanuel Macron 2017 die Errichtung europäischer Universitäten ins Spiel gebracht habe. Schon zwei Jahre später habe es 17 EU-Hochschulallianzen gegeben, die gefördert werden. Inzwischen seien 280 Hochschulen in allen 27 Mitgliedstaaten in Netzwerke eingebunden.