Unterstützung für die deutsche Landwirtschaft

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(Quelle: picture alliance/ ZUMAPRESS)
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Unterstützung für die deutsche Landwirtschaft

Positionspapier für mehr Respekt und Planungssicherheit

In Deutschland gelten hohe Standards für Umweltschutz, Gesundheitsschutz und Tierwohl. Diese Standards haben einen Wert, aber auch einen Preis. CDU und CSU stehen für eine Agrarpolitik, die auf wissenschaftlichen Fakten aufbaut, und den Bedürfnissen von Landwirten und Verbrauchern Rechnung trägt. 

Die Unionsfraktion will eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft in Deutschland erhalten, die auch in Zukunft qualitativ hochwertige Lebensmittel liefert. Sie hat dafür Vorschläge und Forderungen an die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union formuliert. Die Fraktion setzt sich dafür ein, dass in der Europäischen Union Zahlungen an Landwirte nicht mehr an den Anbau bestimmter Pflanzen gekoppelt werden, denn das führt zu Wettbewerbsverzerrungen. Außerdem sollen junge Landwirte stärker unterstützt und bürokratische Vorschriften abgebaut werden. Die Mittel der GAP sollen im bisherigen Umfang erhalten bleiben.

Mehr Wertschätzung

Vor allem aber fordern CDU und CSU mehr Wertschätzung in der Debatte: „In der Landwirtschaft brodelt es. Familien verzweifeln. Und ich verstehe das. Von ihnen wird die Quadratur des Kreises verlangt: Der Grill darf etwas kosten, das Fleisch darauf nicht. Notfalls kommt die Ware aus dem Ausland. Unter welchen Bedingungen dort produziert wird, interessiert aber nicht. Bio wird gefordert, aber kaum gekauft,“ sagt Gitta Connemann, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagfraktion.

Keine Politik über die Köpfe der Landwirte hinweg

Auch Albert Stegemann, landwirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion, sieht Handlungsbedarf: „Bei vielen Landwirten ist der Eindruck entstanden, dass Entscheidungen, etwa bei der Düngeverordnung oder zu Mercosur, über ihre Köpfe hinweg getroffen werden. Der Protest zeigt die Existenzängste der Landwirte. Wir als Union werden die Landwirte als Praktiker in politische Entscheidungsprozesse einbinden, beispielsweise bei der Umsetzung des Insektenschutzprogramms oder bei der Ackerbaustrategie.“