Red Hand

Thema des Tages


(Quelle: unsplash.com)
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Kinder nicht als Soldaten missbrauchen

Unionsmitglieder beim Red Hand Day

Am Aktionstag Red-Hand-Day, der jedes Jahr am 12. Februar begangen wird, werden rote Handabdrücke gesammelt, um gegen Rekrutierung und Einsatz von Kindersoldaten zu protestieren. Auch zahlreiche Abgeordnete der CDU/CSU-Bundestagsfraktion beteiligen sich.

Kinder als Soldaten zu missbrauchen ist ein schwerwiegendes Verbrechen, eine eklatante Verletzung der Menschenrechte. Schätzungsweise 250.000 Kinder weltweit werden gleichwohl von Armeen und Rebellengruppen in den tödlichen Kampf geschickt.

Seelische Narben ein Leben lang

Der Menschenrechtsbeauftragte der Unionsfraktion, Michael Brand, nennt es eine „perfide Form des Kindesmissbrauchs“, Kinder zu Kriegshandlungen in bewaffneten Konflikten zu zwingen. Der Einsatz von Kindersoldaten müsse „konsequent bekämpft werden“, fordert er. Brand erinnert daran, dass die Betroffenen auf grausamste Weise ihrer Kindheit beraubt werden. „Die seelischen Narben tragen sie ein Leben lang. Gesellschaften werden von diesen Verbrechen und ihren Folgen dauerhaft geprägt.“ Den Kindern müsse die Chance auf ‚ein Leben danach‘ ermöglicht werden.

Einsatz für Kinderrechte

Bislang sind 168 Staaten dem ‚Fakultativprotokoll zum Übereinkommen für die Rechte des Kindes betreffend die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten‘ beigetreten. Staaten, die das Zusatzprotokoll noch immer nicht unterzeichnet und ratifiziert haben, fordert Brand auf, „dies umgehend nachzuholen“. 

Sepp Müller

Foto: Michael Wittig | CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Die Kinderkommission des Deutschen Bundestag lädt die Abgeordneten jedes Jahr am Red-Hand-Day ein, mit ihrem Handabdruck gegen den Einsatz von Kindersoldaten zu protestieren. Die gesammelten roten Handabdrücke werden der UN-Sonderbeauftragten für Kinder und bewaffnete Konflikte, Virginia Gamba, übersandt.