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(Quelle: pixabay | cocoparisienne)

Kinder und Jugendliche sollen jetzt durchstarten können

Unionsfraktion beschließt Positionspapier

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat am gestrigen Dienstag das Positionspapier „Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen schützen und gleichzeitig das Durchstarten in Zeiten von und nach Corona ermöglichen“ beschlossen. Dazu erklären der familien- und jugendpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marcus Weinberg, und die zuständige Berichterstatterin Bettina M. Wiesmann:

Marcus Weinberg: „Kinder hatten monatelang kaum Kontakt zu Freunden. Jugendliche haben die wichtige Einbettung in ihre sozialen Gruppen verloren. Die Kindergärten und Schulen blieben als zentrale Orte der Lebens- und Erfahrungswelt junger Menschen verschlossen. Gewohnte Freizeit-, Sport- und Bildungsangebote fielen weg. Das hat dramatische Auswirkungen auf die seelische Gesundheit. Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, endlich wieder durchstarten zu können.

Es muss jetzt alles dafür getan werden, dass sich das Leben für Kinder und Jugendliche so schnell wie möglich normalisiert. Alle Schülerinnen und Schüler sollen nach ihren Sommerferien im regulären Präsenzunterricht unterrichtet werden können. Schul- und Kitaschließungen dürfen immer nur das letzte Mittel für den Gesundheitsschutz sein.

Im Fall eines deutlichen Wiederanstiegs der Infektionszahlen schlagen wir vor, dass zusätzlich zu den jetzt schon geltenden Schutzmaßnahmen Kinder und Jugendliche mit geeigneten Pool-PCR-Tests getestet werden. Darüber hinaus sollten - orientiert an den wissenschaftlichen Erkenntnissen - flächendeckend effektive Luftreinigungssysteme eingerichtet werden.

Uns ist wichtig, die Länder darin zu bestärken, die über 16-Jährigen nach dem jeweiligen Ferienkalender rechtzeitig auf die Impfmöglichkeit anzusprechen. Auch 12 bis15-Jährige sollen bei Beachtung der Ferienregelungen in die laufende Impfkampagne einbezogen werden.

Wir erwarten außerdem eine Aufstockung psychotherapeutischer Kapazitäten für Kinder und Jugendliche. Denn die Pandemie hat bei vielen Kindern, Jugendlichen und Familien tiefe seelische Spuren hinterlassen. Frustrationen, Depressionen, Essstörungen und Suizidgefährdungen haben zugenommen.“

Bettina M. Wiesmann: „Aufbauend auf dem Aufholprogramm der Bundesregierung fordern wir ein Durchstartprogramm mit einem Kinder- und Jugendgipfel im Spätsommer, auf dem Kinder und Jugendliche ihre Wünsche untereinander und mit Erwachsenen diskutieren und in die Politik einbringen. Kinder und Jugendliche brauchen jetzt positive Signale, dass es weitergeht. Deshalb wollen wir, dass Sport, kulturelles und soziales Leben so reaktiviert werden, dass alle Kinder und Jugendlichen sich in der Gemeinschaft wieder wohlfühlen können. Psychotherapeutische Hilfe für besonders seelisch belastete Kinder muss schnell starten, ein halbes Jahr auf eine Therapie zu warten, darf niemandem zugemutet werden. Wir wollen 2022 zum Jahr des Jugendaustauschs machen, denn der liegt nun im zweiten Jahr völlig brach. Jugendliche brauchen den Kontakt zu Gleichaltrigen im Ausland, sei es im Austausch, im Freiwilligendienst oder bei Studienreisen. Und jugendliche Online-Profis aus dem Lockdown sollen an der Weiterentwicklung digitaler Kommunikation mitwirken und damit Anerkennung für ihre Fähigkeiten bekommen. So bringen wir unsere Kinder wieder auf einen guten Weg in ihre Zukunft."

Ausserdem wichtig:

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