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(Quelle: Unsplash.com)
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Die deutsche Wirtschaft wächst weiter

Jahreswirtschaftsbericht 2019 prognostiziert Wachstum von einem Prozent

Die deutsche Wirtschaft wächst auch im Jahr 2019 - um rund ein Prozent. Der aktuelle Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung prognostiziert für das zehnte Jahr in Folge ein Wirtschaftswachstum. Besonders erfreulich sind die positiven Signale vom Arbeitsmarkt. Dort sinkt die Arbeitslosenquote auf ein Rekordtief von 4,9 Prozent. Am Donnerstag wird der Bericht im Deutschen Bundestag beraten.

Die deutsche Wirtschaft wächst im zehnten Jahr in Folge. Das geht aus dem aktuellen Jahreswirtschaftsbericht hervor, der von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier in Berlin vorgestellt wurde. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wird in diesem Jahr um rund 1,0 Prozent wachsen, heißt es im Bericht mit dem Titel „Soziale Marktwirtschaft stärken – Wachstumspotenziale heben, Wettbewerbsfähigkeit erhöhen" 

Arbeitslosenquote auf Rekordtief

Bereits im Jahr 2018 war die Arbeitslosenquote mit 5,2 Prozent auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Nun erreicht der Wert mit 4,9 Prozent für das Jahr 2019 erneut ein Rekordtief. Gleichzeitig steigt die Zahl der Beschäftigten 45,2 Millionen. In der Folge werden auch die privaten Einkommen in diesem Jahr steigen. Die Nettolöhne und -gehälter wachsen im Jahr 2019 voraussichtlich um 4,8 Prozent. 

Schulden-Obergrenze erstmals seit 2002 unterschritten

Eine gute Nachricht betrifft auch die gesamtstaatliche Schuldenstandsquote. Diese ist auch im Jahr 2018 weiter gesunken und wird die europäische Schulden-Obergrenze von 60 Prozent des BIP zum ersten Mal seit 2002 wieder unterschreiten. Diese solide Haushaltspolitik soll auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. 

Hierfür werden im Bericht verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen. So soll die Bundesregierung beispielsweise wachstumsfreundliche und faire steuerliche Rahmenbedingungen nachhaltig sicherstellen. Aber auch die Abschaffung des Solidaritätszuschlags für 90 Prozent der Zahler in einem ersten Schritt soll dazu beitragen, die steuerliche Belastung der Bürgerinnen und Bürger zu senken. Die CDU/CSU wird sich auch weiterhin für eine vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags einsetzen.

Außenwirtschaftlichen Risiken trüben die Prognose

Das Wachstum in Deutschland geht vor allem auf die starke Binnenwirtschaft zurück. Vor allem die außenwirtschaftlichen Risiken (Brexit, US-Schutzzölle, Handelskonflikt USA-China) tragen dazu bei, dass sich die Aussichten gegenüber den Prognosen des Vorjahres eingetrübt haben. Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Joachim Pfeiffer, fordert angesichts des schwierigeren wirtschaftlichen Umfelds daher, das Land zukunftsfest zu machen.

Auch der Vorsitzende des Parlamentskreis Mittelstand, Christian von Stetten, mahnt: „Die nach unten korrigierten Wachstumsprognosen zeigen nämlich, dass sich der wirtschaftliche Aufschwung der letzten Jahre verlangsamt. Das schwierige internationale Umfeld mit Brexit, Diskussionen um Schutzzölle und zunehmenden politischen Konflikten macht gerade unseren exportorientierten Familienunternehmen und mittelständischen Betrieben zu schaffen. Es gilt daher zügig die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen zu verbessern, um Wachstumsimpulse zu setzen.“