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(Quelle: picture alliance/ Robert Schlesinger)
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Corona: 2 Milliarden Euro für Startups

Nadine Schön begrüßt Sofortprogramm

Viele denken bei Startups immer noch an Loft-Büros mit Tischtennis-Platten und chilligen Relax-Ecken. Fakt aber ist: Die jungen Unternehmen, die sich der Digitalisierung verschrieben haben, sind zu einem echten Erfolgsfaktor geworden. Die Bedeutung der Startups für die Wirtschaft wächst, weil sie die Innovation fördern und Deutschland auf diese Weise fit für die Zukunft machen.

Die Bundesregierung kündigte nun einen zwei Milliarden Euro schweren Fonds zur Unterstützung von Startups in der Corona-Krise an. Das ist nicht die erste Hilfe, die die jungen Firmen zur Bewältigung der Pandemie-Folgen erhalten: Vom Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) profitierten bereits jene Startups, die in zumindest einer abgeschlossenen Finanzierungsrunde von privaten Kapitalgebern mit einem Unternehmenswert von mindestens 50 Millionen Euro bewertet wurden.

Für Gründer essentiell

Nadine Schön, die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, erklärt, warum die neue Finanzspritze notwendig geworden war: „Das Zwei-Milliarden-Euro-Sonderprogramm zur Förderung von Startups, jungen Technologieunternehmen und kleinen Mittelständlern ist für viele Gründerinnen und Gründer essentiell, um Liquiditätsengpässe zu verhindern. Bisher können Startups – wenn sie weniger als zehn Mitarbeiter haben – die Soforthilfen für Kleinstunternehmen beantragen; wenn sie mit mehr als 50 Millionen Euro bewertet werden, gibt es Unterstützung durch den Rettungsschirm. Startups unter dieser Bewertung und mit mehr als zehn Mitarbeitern hatten aber bisher enorme Schwierigkeiten, an Geld zu kommen. Das hat sich jetzt mit dem nun angekündigten Sonderprogramm geändert.“ 

Zukunftsfonds auf dem Weg

Eine weitere wichtige Maßnahme zur Finanzierung von Startups ist der geplante Zukunftsfonds – die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat gerade erst die nächsten Weichen für ihn gestellt. Nadine Schön erläutert seine Bedeutung: „Der Zukunftsfonds ist für unsere Startup-Szene ein essentieller Baustein, um mehr Kapital für den Markt zu generieren. Deswegen ist es ein gutes Zeichen, dass auch in dieser Krisenzeit die KfW einen weiteren Zwischenschritt beschlossen hat. Gerade jetzt ist es wichtig, den Gründern und Gründerinnen eine Perspektive für die Zukunft aufzuzeigen. Unser Wohlstand ist eng mit Innovationskraft und Erfindergeist verbunden. Damit wir die Ideen innovativer Unternehmen gewinnbringend für uns einsetzen können, muss die gemeinsame Arbeit am Zukunftsfonds schnell fortgeführt werden. Derzeit ist angedacht, dass das Bundeskabinett im Mai über den Fonds entscheidet – an diesem Zeitplan muss festgehalten werden.“