Corona Warn App im iOS Store

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(Quelle: picture alliance/dpa | Sven Hoppe)
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Faktencheck | Corona App

Corona-Warn-App hilft die Ausbreitung zu stoppen

Die „Corona-Warn-App“ ist verfügbar und steht gratis zum Download für Android und iPhone bereit. Das Herunterladen der App basiert auf dem Prinzip der Freiwilligkeit. Hier Fragen und Antworten zur App.

Die App hebt Schutzempfehlungen wie Abstandhalten, Hygiene und Alltagsmaske nicht auf, sie soll ergänzen. Wer sie nutzt, hilft, Infektionsketten nachvollziehbar zu machen und zu durchbrechen, so das Robert-Koch-Institut, in dessen Auftrag die App entwickelt wurde. So funktioniert es: Die App merkt sich dezentral Begegnungen von Smartphonenutzern mit anderen und informiert, wenn sich nachweislich infizierte Personen in der unmittelbaren Nähe befanden. Die Corona-Warn-App sammelt allerdings keine Informationen zur Identität der Nutzer.

Download in iOS und Android 

Was kann die App?

Die „Corona-Warn-App“ soll Menschen warnen, die mit positiv getesteten Personen in Kontakt waren und so helfen, Ansteckungen nachzuverfolgen, wenn die Kontaktbeschränkungen weiter gelockert werden. Derzeit sind es allein die Mitarbeiter der Gesundheitsämter, die die Infektionsketten nachverfolgen. 

Datenaustausch via Bluetooth

Die App kann erkennen, wie nahe sich Menschen bzw. deren Smartphones kommen und wie lange sie sich getroffen haben. Dazu tauschen die Geräte via Bluetooth zufällig erzeugte anonyme Zahlenfolgen, sogenannte IDs aus. Dieser Austausch dauert nur wenige Sekunden, sodass keine dauerhafte Verbindung zwischen den Smartphones hergestellt wird. Er wird in Abständen von zweieinhalb bis fünf Minuten wiederholt. Auf Basis der Signalstärke wird dabei die Entfernung geschätzt. Nutzer, die sich neben einer mit Covid-19 infizierten Person aufgehalten haben, können so von dieser Person schnell gewarnt werden. Damit können letztendlich die Corona-Infektionsketten durchbrochen werden. Die Nachverfolgung kann noch genauer und zügiger eruiert werden. 

Wie schützt sich die App vor Datenmissbrauch?

Um Falschmeldungen oder Missbrauch zu verhindern, ist Voraussetzung dafür ein QR-Code, den erkrankte Nutzer von einem Labor bekommen. Wird ein Nutzer positiv auf Covid-19 getestet, kann er das Testergebnis freiwillig in der App angeben, in dem er den QR-Code scannt.
Infizierte werden ausdrücklich gefragt, ob sie das Ergebnis zur Kontakt-Nachverfolgung teilen wollen. Alternativ kann man auch eine TAN eingeben, die man von einer Telefon-Hotline bekommt, da nicht alle Labore in der Lage sind, QR-Codes zu generieren.

Welche Daten speichert die App?

Die anonymisierten Daten der Kontakte werden dezentral auf dem jeweiligen Smartphone gespeichert. Der Abgleich, ob man einer infizierten Person begegnet ist, geschieht lokal auf dem Mobiltelefon. Einmal am Tag ruft das Gerät eine Liste mit den anonymen Gerätenummern ab, für die eine Covid-19-Infektion bestätigt wurde. Der Server hat allein die Aufgabe, die pseudonymisierten und autorisierten Positivmeldungen an alle Teilnehmer sicher und effizient zu verteilen, so dass dann auf deren Endgeräten – also dezentral - eine Begegnungsprüfung stattfinden kann. 

Was kann die App im Kampf gegen die Corona-Pandemie bewirken? 

Ideal wäre es, wenn 60 Prozent der Bevölkerung die App nutzen. Aber auch bei deutlich weniger Nutzern kann sie Experten zufolge helfen. Eine wissenschaftliche Studie zeigt sogar, dass die Nutzung einer App die Ausbreitung von Viren ähnlich effektiv eingrenzen kann wie das Tragen eines Mundschutzes.