Uwe Schummer
Vorsitzender: Uwe Schummer

Arbeitnehmergruppe

Die Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts gestalten

Die Arbeitnehmergruppe setzt sich seit mehr als 65 Jahren dafür ein, dass Menschen in ihrer Arbeitswelt gute Bedingungen vorfinden. Hierzu gehören insbesondere ein fairer Lohn, eine umfassende soziale Absicherung und ein funktionierender Arbeitsschutz. Diese grundlegenden Anforderungen müssen auch unter den gewaltigen Veränderungen Bestand haben, denen die Arbeitswelt durch Digitalisierung, Globalisierung und Klimawandel unterworfen ist. In erster Linie obliegt es den verantwortungsbewussten Sozialpartnern, diesen Prozess zu gestalten. Die Arbeitnehmergruppe vertraut dabei auf die Kraft der betrieblichen Mitbestimmung. Diese kann Antreiber eines Innovationsprozesses sein, von dem alle in der Gesellschaft profitieren – ohne unerwünschte Nebenwirkungen.

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Für Arbeit, die Wohlstand für alle schafft

Menschliche Arbeit ist der Ursprung aller Wertschöpfung. Zusammen mit unternehmerischem Engagement, das auch gesellschaftliche Verantwortung wahrnimmt, schafft sie breiten Wohlstand. Der Prozess des gesellschaftlichen Wandels muss sich nach dem Verständnis der Arbeitnehmergruppe am Leitgedanken der Christlichen Soziallehre und der Sozialen Marktwirtschaft orientieren. „Erst der Mensch, dann der Markt" – im Sinne dieser Worte Konrad Adenauers tritt sie dafür ein, dass Politik und Wirtschaft dem Menschen dienen und nicht umgekehrt. Im Mittelpunkt steht dabei stets die Würde des Einzelnen.

In einem „Europa der Menschen“ muss gelten: gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort. Moderne Volkswirtschaften zeichnen sich durch Wettbewerb aus. Aus diesem geht gestärkt hervor, wer mit Innovation und Qualität der Leistung überzeugt. Wettbewerbsverzerrend ist hingegen der Versuch, durch ständigen Druck auf Löhne und Arbeitsbedingungen sowie das Ausnutzen von Lohngefälle Kostenvorteile zu erreichen.

Die Welt verändert sich ständig, in immer schnellerem Takt. Neue Entwicklungen erreichen in immer kürzeren Zeitabständen alle Lebensbereiche, besonders die Arbeitswelt. Die Sorge, für den eigenen Arbeitsplatz in Zukunft nicht mehr qualifiziert genug zu sein, greift um sich. Möglichst alle Menschen sollten auch zukünftig in der Lage sein, die Veränderungen und damit einhergehende Risiken zu beherrschen, den Fortschritt für sich als Chance zu nutzen und die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten mit dem Puls der Zeit fortzuentwickeln. Die richtige Antwort auf Veränderungen ist eine gute und lebensbegleitende Weiterbildung, die jeder Mensch auf einfache Weise für sich nutzen kann. Ziel muss sein, Lust auf Zukunft zu wecken.

Familiengerechte Arbeitswelt statt arbeitsgerechte Familien

Familien sind die Leistungsträger unserer Gesellschaft. Sie stärken den sozialen Zusammenhalt, übernehmen gegenseitige Verantwortung und bieten Geborgenheit. Deshalb muss die Familie im Zentrum der Politik stehen. Familien brauchen Förderung und Stärkung entlang des gesamten Lebensverlaufs. Was wir brauchen, sind nicht arbeitsgerechte Familien, sondern eine familiengerechte Arbeitswelt. Zwar ist die Erwerbsarbeit ein wichtiger Taktgeber für den familiären Alltag, aber Familien brauchen auch genügend Freiräume zur eigenen Selbstverwirklichung. Deshalb tritt die Arbeitnehmergruppe für eine weitere Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf über alle Lebensphasen hinweg ein.

Die neu eingeführte Brückenteilzeit ermöglicht verbindlich die Rückkehr aus Teilzeit in eine Vollzeitbeschäftigung bei Betrieben mit mehr als 45 Beschäftigten. Und für Verbesserungen bei der Kinderbetreuung stellt der Bund den Ländern in den kommenden Jahren 5,5 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung. In dieser Wahlperiode wird auch noch ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter gesetzlich geregelt werden, der ab 2025 gelten soll. Mit dem Baukindergeld werden Familien beim Bau oder Kauf eines Hauses oder einer Wohnung unterstützt.

Wer Familien fördern will, der muss gerade jungen Menschen berufliche und soziale Perspektiven geben. Nicht nachvollziehbare Befristungen von Arbeitsverhältnissen werden vor allem in der jungen Generation häufig als Problem wahrgenommen. Insbesondere darf es nicht sein, dass befristete Arbeitsverhältnisse unbefristete einfach ersetzen. Solche offenkundigen Missbräuche müssen unverzüglich abgestellt werden.

Sicherheit und Teilhabe im demografischen Wandel

Mit dem Rentenpaket hat die Bundesregierung dafür gesorgt, dass die Rentenhöhe in den kommenden Jahren stabil bleibt. Auf Basis der Empfehlungen einer Rentenkommission sind noch langfristige Weichenstellungen geplant. Denn der demografische Wandel führt zu einer grundlegenden Veränderung unserer Bevölkerungsstruktur und der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, in denen wir leben. Die Verschiebungen in der Altersstruktur machen es erforderlich, den Generationenausgleich neu und fair zu gestalten. Die Arbeitnehmergruppe wird allen Versuchen entgegentreten, die Generationen gegeneinander auszuspielen. Das Miteinander der Generationen ist für sie ein zentrales gesellschaftspolitisches Prinzip. Jeder Mensch hat unabhängig von seinem Alter das Recht auf politische, ökonomische, soziale und kulturelle Teilhabe

Stand: Januar 2020

Bildergalerie

Sitzung der Arbeitnehmergruppe mit der CDU-Bundesvorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer
Gespräch der Arbeitnehmergruppe bei der Bundeskanzlerin 2019
Lebhafte Diskussion über die EU-Urheberrechtsrichtlinie
Der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe Uwe Schummer und der Erste Stellvertretende Vorsitzende Paul Lehrieder mit dem Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung Prof. Dr. Norbert Lammert
Mitglieder der Arbeitnehmergruppe
Klausurtagung der Arbeitnehmergruppe im Mai 2018 mit der bayerischen Landtagspräsidentin Barbara Stamm
Sitzung der Arbeitnehmergruppe mit Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble und Uwe Schummer
Klausurtagung 2018 in Nürnberg: Gespräch im Lagezentrum der Bundesagentur für Arbeit