Eberhard Gienger
Vorsitzender: Eberhard Gienger

AG Sport und Ehrenamt

Vorsitzender : Eberhard Gienger
Stellvertretender Vorsitzender : Frank Steffel

Für eine lebendige Zivilgesellschaft in Deutschland

Sport und Ehrenamt sind elementar für den Zusammenhalt und das soziale Miteinander in der Gesellschaft. Beides bedeutet Raum für direkte Begegnung, Engagement und auch Selbstverwirklichung - ob in Vereinen, Verbänden oder Stiftungen. Die Bereiche des bürger¬schaftlichen Engagements sind dabei so vielfältig, wie die Interessen und Lebens-entwürfe. Ob im Katastrophenschutz, Sportvereinen oder in Mehrgenerationen¬häusern werden zentrale Werte gelebt und ein unverzichtbarer Beitrag für das Gemeinwohl ge-leistet. Damit bildet die Zivilgesellschaft den Ausgangspunkt, Kern und Zukunft unserer Demokratie. Daher hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu diesem Thema eine eigene Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich speziell um die Rahmenbedingungen für die ehren-amtlich Tätigen kümmern soll.

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Ehrenamt stärker wertschätzen und Bildungschancen im Ehrenamt fördern

Die Arbeitsgruppe hat sich daher für eine nachhaltige Stärkung der Rahmenbedingungen des freiwilligen Engagements einge­setzt und wichtige Maßnahmen bereits angestoßen. So sollen diverse sektorübergreifende Vorhaben eine Kultur der Anerkennung und Wertschätzung fördern. Die rund 100.000 Freiwilligendienststellen werden weiter ausgebaut und mit z.B. Teilzeitmöglichkeiten, Assistenzleistungen und möglichen Zusatzqualifikationen flexibilisiert bzw. in ihrer Attraktivität weiter gesteigert. So können im „FSJ digital“ medienaffine Freiwillige durch zusätzliche Qualifikationen befähigt werden, eigenständig digitale Projekte in sozialen Einrichtungen zu initiieren.

Engagement in der Flüchtlingshilfe zentral

Die Bundesfreiwilligendienststellen mit Flüchtlingsbezug werden zudem bis Ende 2018 weitergeführt und können damit einen wichtigen Beitrag zur Integration leisten. Das Patenschaftsprogramm „Menschen stärken Menschen“ mit über 53.000 Patenschaften zwischen geflüchteten Menschen und Einheimischen (seit Anfang 2016) kann in diesem Kontext weiterhin als eine Erfolgsgeschichte bezeichnet werden.

Ehrenamt fit machen für die Zukunft

Entsprechend dem Koalitionsvertrag befassen sich das Bundesinnen- und Familienministerium weiterhin mit dem Aufbau einer bundesweiten Serviceeinrichtung für das Ehrenamt in Deutschland, um einen zentralen Ansprechpartner und „Brücke in die Zivilgesellschaft“ bieten zu können. Die AG Sport und Ehrenamt begleitet dieses Vorhaben eng. Nicht zuletzt geht es nämlich auch darum, das Engagement im ländlichen Raum zu stärken, den Bedürfnissen der Jugend aktiv zu begegnen und aktuelle Entwicklungen im digitalen Zeitalter aufzugreifen. Die AG Sport & Ehrenamt setzt sich in Haushaltsverhandlungen zudem für die Engagementforschung - hier v.a. den Deutschen Freiwilligensurvey -ein,  um Veränderungen und Wirkungen besser zu verstehen und um passende politische Initiativen zu ergreifen. Dies gilt auch für das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ Es steht für zivilgesellschaftliches Engagement, für die Demokratie und richtet sich gegen jede Form des Extremismus. Das Programm umfasst über 600 Projekte in ganz Deutschland wird mit derzeit 115,5 Mio. Euro (2018) pro Jahr durch den Bund gefördert. Das Bundesprogramm wird auch nach dem 31.12.2019 fortgeführt, da die Befristung aufgehoben wurde.

Athleten im Mittelpunkt der Spitzensportreform

Deutsche Athletinnen und Athleten repräsentieren unser Land bei internationalen Wett­be­werben und Meisterschaften – sie sind das Aushängeschild unserer Sportnation. Sie stehen zusammen mit dem Paralympischen Sport für Leistungsbereitschaft, Team­geist, Fair Play sowie Weltoffenheit und sind vielfach wichtige Vorbilder für Kinder und Jugendliche. Deshalb hat die Arbeitsgruppe 18 Sport & Ehrenamt die Umsetzung der beschlossenen Reform des Leistungs­sports und der Spitzensportförderung eng begleitet und sich bei den Haushaltsberatungen 2018 für einen starken Aufwuchs um 23 Mio. Euro auf nunmehr 193 Mio. Euro/Jahr eingesetzt. Bei allen Facetten der Reform wurden die Athleten und Trainer in den Mittelpunkt aller Bestrebungen gestellt. Neben den strukturellen Veränderungen im Bereich der Sportfachverbände, Olympiastützpunkte und Bundesleistungszentren war fundamental, dass auch die Athleten selbst unmittelbar von der Reform profitieren. Dahingehend unterstützt die Union im Bundestag die Initiative des BMI, die deutschen Athleten künftig über die Stiftung Deutsche Sporthilfe mit rd. 3,5 Mio. Euro für die 2. Jahreshälfte 2018 zu fördern. Im kommenden Jahr ist entsprechend die doppelte Summe anvisiert, damit sich die Spitzensportler auf das hochintensive Training und die kräftezehrenden Wettbewerbe konzentrieren können. Für die Sportpolitiker der Union war zudem zentral, die Gründung einer unabhängigen Athletenvertretung zu fördern, um damit einen institutionalisierten Austausch mit den Verbänden und der Politik zu ermöglichen. Als Meilenstein kann weiterhin der Zuschlag für die Ausrichtung der Fußball-Europameisterschaften 2024 gewertet werden. Die Bewerbung des Deutschen Fußball Bundes (DFB) um das Großsportereignis wurde von den Unionsfraktionen im Deutschen Bundestag und der Bundesregierung kraftvoll unterstützt, denn der Sportausschuss hat sich für Regierungsgarantien zur EURO 2024 ausgesprochen. Gerade die Betonung des Menschenrechtskonzeptes zur deutschen Bewerbung durch die UEFA kann als ein wichtiges Signal gewertet werden. Die begeisterten Fußballfans können sich dahingehend auf ein zweites „Sommermärchen“ in Deutschland freuen und ein Zeichen für Weltoffenheit und Gastfreundlichkeit hiermit verbinden.

 

Stand: Oktober 2018

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