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Innovationen vorantreiben

Mut zur Zukunft am Innovationsstandort Deutschland

„Wir leben in einer Zeit, in der sich gewaltige Veränderungen abspielen“, stellte Angela Merkel fest. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hatte zur Veranstaltung „Mut zur Zukunft: Innovationsstandort Deutschland“ geladen. Hochrangige Vertreter der deutschen Wirtschaft diskutierten mit Vertretern von CDU und CSU.

Welche Herausforderungen und Chancen genau auf die Menschen und die Politik zukommen, machte die Bundeskanzlerin in ihrer Rede beim Kongress an drei Beispielen deutlich:
Die Vernetzung der Menschen und der Dinge untereinander würde die Welt, wie wir sie kennen, verändern, so Merkel. So werde mit neuen Produktionsverfahren zu einer Verschmelzung von Produktion und Kundenbeziehung kommen, stellte die Bundeskanzlerin fest. Die Autoindustrie beispielsweise müsste darüber hinaus drei Fragen gleichzeitig beantworten. Welchen Antrieb werden Autos künftig haben? Benzin, Elektro oder andere. Welche Entwicklung nimmt autonomes Fahren? Und welche Chancen ergeben sich daraus - vor allem für Ältere. Und: Kaufen die Menschen künftig noch Autos oder gehört dem Car-Sharing die Zukunft?

Arbeit der Zukunft

Auch gesellschaftlich werden sich mit veränderten Arbeitsbedingungen neue Fragen auftun. Wie werden Arbeitszeiten geregelt, wenn die Arbeit nicht an einem betrieblichen Arbeitsplatz stattfindet? Welche Tarifverträge werden gelten? Wie verändert sich die Mobilität in den Städten? Denn variable Arbeitszeiten verändern auch den ÖPNV. Wie wird sich unser Verhältnis zum Eigentum entwickeln? Moderne Startups begründen neue Unternehmensformen. Wie kann man sie am besten ansprechen, einbinden und fördern? Denn viele lassen sich nicht in klassische Muster einordnen.

Breitband mit mindestens 50Mbit/s

Den Anschluss aller Haushalte an das schnelle Internet fördere die Bundesregierung mit Milliardenbeträgen. „Wir wollen mindestens 50 MBit pro Sekunde“, sagte Merkel. Wichtig nicht nur für private Nutzer – in erster Linie geht es auch um viele Mittelständler, die mit dem Weltmarkt mithalten müssten.

Wettbewerbsfähigkeit abhängig von Breitbandausbau

Alte Technologien, mit denen Deutschland derzeit erfolgreich sei, genügten künftig den Downloadanforderungen nicht mehr. Genau wie die Kanzlerin sieht da auch der Fraktionsvize der Union im Bundestag, Michael Fuchs, Handlungsbedarf. „Unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit hängt vom Breitbandausbau ab“, so Fuchs. Das mache ihm Sorgen, denn Deutschland „hänge zurück“.
„Wachstum und Wohlstand werden auch in der nächsten Legislatur eine wichtige Rolle spielen“, betonte Volker Kauder, der Unionsfraktionsvorsitzende. Laut aktuellen Umfragewerten seien mehr als zwei Drittel der Deutschen zufrieden mit ihrer Lebenssituation. 43 Millionen Menschen sind erwerbstätig und sozialversicherungspflichtig. „Das kommt nicht von selbst“, so Kauder. Vielmehr sei es abhängig von Bedingungen am Standort Deutschland. Und Innovationen seien dabei ein ganz entscheidender Punkt. „Wir kommen im Wettbewerb mit der Welt nur voran, wenn wir Mut haben und die Chancen sehen“, so Kauder.

Steuerliche Forschungsförderung

Mehr als 3-Prozent-Ziel des Bundeshaushaltes investiert die Regierung in Bildung und Forschung. Investitionen wurden von 6 Milliarden Euro 2005 auf 17 Milliarden Euro 2017 gesteigert. Dennoch müsse mehr getan werden für den Forschungsstandort Deutschland, sagte Volker Kauder und nennt die steuerliche Forschungsförderung. In der nächsten Legislatur, so Kauder werde die steuerliche Forschungsförderung kommen. „Um zu zeigen, wie wichtig uns Innovationen sind.“