Fachkräftezuwanderungsgesetz

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(Quelle: picture alliance/dpa/zp)
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Fachkräftemangel ist Herausforderung für die Wirtschaft

Unionsfraktion sieht Gesprächsbedarf beim Entwurf zum Fachkräftezuwanderungsgesetz 

Pflegekräfte, Handwerker oder IT-Spezialisten. In Deutschland fehlen Fachkräfte in vielen Bereichen. Fast jedes zweite Unternehmen gibt laut DIHK an, offene Stellen längerfristig nicht besetzen zu können. Um die Situation zu entspannen, will die Bundesregierung mit einem Fachkräftezuwanderungsgesetz ausländischen Arbeitnehmern den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt erleichtern.

„Der Mangel an Fachkräften ist eine der größten Herausforderungen für unsere Wirtschaft“, sagt der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU im Deutschen Bundestag, Ralph Brinkhaus der Nachrichtenagentur dpa. „Das Fachkräftezuwanderungsgesetz sei dazu ein Baustein, um den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften künftig besser zu decken. 

Die Bundestagsabgeordneten von CDU und CSU würden die Kabinettsvorlage im neuen Jahr intensiv diskutieren. Schon jetzt sieht Brinkhaus eine Problematik im Umgang mit abgelehnten Asylbewerbern: „Wir sehen im parlamentarischen Verfahren insbesondere Gesprächsbedarf im Hinblick auf die vorgeschlagene Regelung für eine längerfristige Duldung von abgelehnten Asylbewerbern, die schon eine Beschäftigung gefunden haben“, so der Fraktionschef.

Zuvor hatte der wirtschaftspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Joachim Pfeiffer, diesen Punkt in einem Interview mit dem Deutschlandfunk angesprochen. „Wir erleichtern mit diesem Gesetz den Zugang von Fachkräften“, sagte Pfeiffer. Allerdings müsse man eine Einwanderung in die Sozialsysteme auf diesem Weg unterbinden.