Wolf

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(Quelle: picture alliance/Rauchensteiner)
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Bestandsgrenzen für Wölfe festlegen

CDU/CSU-Fraktion beschließt Maßnahmen zum Umgang mit Wölfen

Der Wolf ist ein Raubtier. Er dringt in Deutschland jedes Jahr weiter vor. Schäfer, Landwirte und Pferdehalter haben Angst um ihre Tiere. In Europa gibt es schätzungsweise bereits 20.000 Tiere. Die Bestände verdoppeln sich alle drei bis vier Jahre, weil der Wolf keine natürlichen Feinde hat. Um die Bestände zu regulieren, regt die CDU/CSU-Bundestagsfraktion Maßnahmen an.

Zunächst fordert die CDU/CSU-Bundestagsfraktion eine realistische Bewertung der Wolfsbestände in Deutschland. "Es gibt keinen Anlass für Wolfsromantik. Wölfe kennen keine Ländergrenzen", sagt Gitta Connemann, stelllvertretende Fraktionsvorsitzende. "Die Tiere in Deutschland gehören zu einer zentraleuropäischen Population. Damit ist längst ein günstiger Erhaltungszustand erreicht." Das Bundesumweltministerium beharre jedoch noch immer auf strenge Schutzmaßnahmen. Dafür fehle jedoch die wissenschaftliche Grundlage, so Connenmann.

Schutzstatus senken

Das Positionspapier sieht vor, den Schutzstatus des Wolfes auf europäischer Ebene von „streng geschützt“ auf „geschützt“ zu senken. Außerdem sind Änderungen im deutschen Naturschutzrecht erforderlich. "Heute können nur im Einzelfall verhaltensauffällige Wölfe erlegt werden", erklärt Georg Nüßlein, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. "Zukünftig muss es auch in Deutschland möglich sein, klare Bestandsgrenzen zu definieren." Schließlich gäbe es diese so bereits heute in Nachbarländern wie Frankreich oder Schweden. Nüßlein: "Nur so ist ein wirksames nationales Wolfsmanagement möglich." 

Wolfsfreie Zonen

Genauer unterschieden werden soll laut dem CDU/CSU-Positionspapier künftig zwischen Wolfsschutzgebieten und Wolfsmanagementgebieten. "Es muss eine unsichtbare Grenze zu Städten und Dörfern geben, die der Wolf nicht überschreitet. Andernfalls muss das Tier vergrämt oder erlegt werden können. Am Ende muss es auch wolfsfreie Zonen geben", fordert Connemann, deren Wahlkreis im Emsland auch von Weideflächen dominiert wird. Für die Politikerin ist klar: "In dicht besiedelten und wirtschaftlich genutzten Arealen ist kein konfliktfreies Zusammenleben mit dem Wolf möglich." 

Staatliche Hilfe und Entschädigungen

Die CDU/CSU-Fraktion unterstützt auch die Forderungen der Weidetierhalter nach umfassender staatlicher Hilfe bei der Prävention von Angriffen durch Schutzmaßnahmen. "Für uns ist Tierschutz nicht teilbar", so Connemann. "Aber auch für die Regulierung im Schadensfall sind bundesweit einheitliche Standards notwendig." Etwa die Beweislastumkehr für Entschädigungen bei Nutz- und Haustierrassen. Henning Otte, Vorsitzender des Arbeitskreises Jagd, Fischerei und Natur der CDU/CSU-Fraktion, fordert außerdem: „Dort, wo kein technischer Schutz gegen den Wolf möglich ist, muss er auch erlegt werden können.“

Das Positionspapier ist hier (Link) abrufbar.