Erntedank

Thema des Tages


(Quelle: pixabay.com)
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Auf die Bauern ist Verlass

Erntedank in Zeiten von Corona und Klimawandel

Erntedank ist eines der ältesten religiösen Feste, älter sogar als das Christentum. Es erinnert die Menschen daran, Gott für seine Gaben zu danken. In Zeiten des Klimawandels, in denen sich Dürreperioden und Unwetter häufen, bekommt das Erntedankfest neue Aufmerksamkeit. Auch die Corona-Pandemie hat den Menschen vor Augen geführt, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, jeden Tag frische Lebensmittel auf dem Tisch zu haben. 

Ausreichend gesunde und bezahlbare Lebensmittel

„Auf unsere Bauernfamilien ist Verlass - auch in Krisen“, sagt die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann, zum Fest. Die Landwirte sicherten die ausreichende Versorgung mit gesunden und bezahlbaren Nahrungsmitteln: „Solange wir diese Helden auf dem Land haben, müssen wir uns nicht um unsere Ernährung sorgen. Danke für die Ernte!“

Connemann für Staatsziel Ernährungssicherung

Connemann verweist allerdings auch auf die Corona-Epidemie, die gezeigt hat, wie sensibel dieses Thema ist. Im Video berichtet die Fraktionsvize, dass Deutschland bei Kartoffeln einen Selbstversorgungsgrad von 138 Prozent habe. Aber das könne sich schnell ändern - wenn eben Pandemien über Europa hereinbrechen oder wenn Dürren und Überflutungen Ernten vernichten. Deshalb trete die Unionsfraktion dafür ein, „dass es ein Staatsziel Ernährungssicherung geben muss“. 

Magere Ernten nach Dürre und Stürmen

Seit der Klimawandel spürbar wird, klagen die Bauern häufiger über magere oder beschädigte Ernten. In diesem Jahr seien die Erträge im Bundesdurchschnitt zwar besser als erwartet, blieben aber leicht unter dem Durchschnitt, teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium mit. Dabei gebe es starke regionale Schwankungen, je nach Bodengüte oder Wasserversorgung. Im dritten Jahr in Folge hätten die Landwirte mit Trockenheit und Spätfrösten zu kämpfen gehabt. 

Erntedank hat Tradition

Erfolgreiche Ernten feierten schon die Römer, die Griechen oder die Germanen. Im Herbst schmückten sie ihre Plätze mit Obst, Getreide oder Gemüse. Die ersten Belege für Erntedankfeste im Christentum finden sich bereits im dritten Jahrhundert nach Christi.
Noch heute werden zum Erntedank Umzüge und Jahrmärkte veranstaltet. Mancherorts werden auch Strohpuppen auf dem Feld verbrannt. In Prozessionen danken die Menschen Gott für die Gaben. Für das Fest werden die Kirchen festlich geschmückt. Aus Ähren werden Kränze und Kronen geflochten. Für die Hungernden auf der Welt rufen Kirchen und Gemeinden zu Spenden auf.