Ralph Brinkhaus | Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag

Thema des Tages


(Quelle: Thomas Imo)
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Die Symbolfunktion des Fußballs

Brinkhaus wirbt in bekanntester Fußball-Talkshow für Akzeptanz der Corona-Beschränkungen

Wie der gesamte Kultur- und Freizeitbereich leidet auch der Fußball unter dem zweiten Lockdown zur Eindämmung der Corona-Epidemie. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus warb deshalb in der Fußball-Talkshow Check24 Doppelpass um Verständnis dafür, dass die Spiele im November ohne Zuschauer stattfinden müssen: „Wir müssen in den nächsten vier Wochen die Welle brechen.“ 

Keinen Unterschied machen zwischen Kultur und Sport

„Wir müssen die Bewegungen und Kontakte auf breiter Ebene reduzieren“, betonte der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion in der Sendung, die von Thomas Helmer moderiert wurde. Wenn man die Schulen offenhalten und den Wirtschaftskreislauf erhalten wolle, dann müsse man den Freizeitbereich einschränken – „und zwar flächendeckend“.  Einen Unterschied zwischen Kultur- oder Sportveranstaltungen dürfe es nicht geben. Ziel sei es aber, den Spielbetrieb im Fußball aufrechtzuerhalten und möglichst schnell wieder Zuschauer in die Stadien zu lassen.

Spielbetrieb aufrechterhalten

Allerdings wollte Brinkhaus sich nicht auf ein Datum festlegen, ab wann es wieder Spiele vor Publikum geben könne. Dass Fans im Dezember wieder in die Stadien dürften, wolle er „auf keinen Fall versprechen“, weil er nicht wisse, ob er ein solches Versprechen halten könne. Wichtig seien in jedem Fall Hygienekonzepte. 

Brinkhaus zeigte sich mit Blick auf die Corona-Beschränkungen froh, dass „die allermeisten Profivereine auf unserer Seite sind“. Der Fußball habe eine „unglaubliche Symbolfunktion in diesem Land“. Wenn jemand aus der Profi-Community sage, dass man sich zur Eindämmung der Pandemie zurücknehmen müsse, dann habe das eine größere Wirkung, als wenn zehn Bundestagsredner denselben Appell an die Menschen richteten. 

Gesundheitssystem nicht überlasten

Wichtig sei, dass die Menschen die Beschränkungen akzeptierten, damit es nicht zu einer Überlastung des Gesundheitssystems komme. Die deutschen Krankenhäuser dürften nicht in eine Situation geraten, in denen sie wegen mangelnder Intensivbetten oder fehlenden Pflegepersonals nicht mehr jeden behandeln könnten. Die Vorstellung widerstrebe ihm, dass Ärzte dann über Leben und Tod eines Patienten entscheiden müssten. Daher rief er jeden auf, die Freizeitbeschränkungen zu beachten. „Es lohnt sich zu kämpfen“, sagte er in der Talk-Runde. 

Hintergrund

„Check24 Doppelpass“ ist die bekannteste Fußball-Talkshow Deutschlands. Jeden Sonntag schalten sich bis zu einer Million Menschen ein, wenn dort Sport-Journalisten, Trainer und Klub-Repräsentanten die brisantesten Fußball-Themen besprechen. Mitdiskutiert beim Thema Corona-Lockdown haben am Sonntag Peter Peters, der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Fußball Liga (DFL), Markus Krösch, Sportdirektor des Bundesligaklubs RB Leipzig, Olaf Schröder, Vorstandsvorsitzender der Sport1 Medien-AG, Kicker-Chefredakteur Jörg Jakob sowie die Fußball-Experten Stefan Effenberg und Julien Wolff.