Rede


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Alexander Krauß: "Den Beruf des freien Heilpraktikers weiterentwickeln"

Rede zum MTA-Reformgesetz

Alexander Krauß (CDU/CSU):

Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Mit dem Gesetz, das wir heute beschließen, ändert sich für Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker nichts, und das ist gut so. Sie können weiterhin Laborleistungen beauftragen, weil das auch im Interesse der Patientinnen und Patienten ist, die natürlich eine genaue Diagnose für sich selber wollen.

Das heißt aber nicht, dass bei den Heilpraktikern alles so bleiben muss, wie es ist. Wir hatten vor einem halben Jahr ein interfraktionelles Informationsgespräch, wo Heilpraktiker selbst Vorschläge für eine Initiative zur Qualitätssicherung im Heilpraktikerberuf vorgetragen haben. Also der Berufsstand selber hat mit der genannten Initiative und mit anderen Initiativen Vorschläge gemacht, wie man den Beruf weiterentwickeln kann, um ein hohes fachliches Ausbildungsniveau zu halten und die Qualität der Arbeit zu sichern.

Ich finde, die Reformvorschläge, die jetzt anstehen und auf die wir uns freuen, sollten vor allem von den Heilpraktikern selbst und ihren Verbänden kommen. Es geht nicht nur darum, den Beruf des freien Heilpraktikers als freien Heilberuf ebenso beizubehalten wie eine Therapiefreiheit, sondern eben auch darum, den Beruf weiterzuentwickeln.

Die Zahl der Heilpraktiker wächst von Jahr zu Jahr. Das liegt daran, dass auch die Zahl der Patienten von Jahr zu Jahr wächst. Und das spricht wiederum dafür, dass es eine sehr hohe Anerkennung für diesen Beruf gibt. Das gilt vom Erzgebirge bis zur Nordsee, im ganzen Land. Es ist, finde ich, eine erfreuliche Botschaft, dass Heilpraktiker eine so hohe Anerkennung genießen.

Worüber sollte man nun beim Thema Ausbildung sprechen? Was sind denkbare Regelungen zur Sicherung und Erhöhung der Ausbildungsqualität? Ich finde, es muss weiterhin eine fundierte Ausbildung zu medizinischen und rechtlichen Fragen geben. Es muss auch klar sein: Wo sind die Grenzen des Berufs? Es muss eine praxisorientierte Ausbildung mit einem Praxisanteil sein, also keine akademisierte Ausbildung. Und was sollte neu sein? Dass wir eine bundeseinheitliche Regelung finden, eine bundeseinheitliche Ausbildung schaffen. Ich finde auch, dass sich die Heilpraktikerschulen akkreditieren lassen sollten und dass es eine vorgeschriebene Stundenzahl für den Unterricht gibt.

Lassen Sie uns gemeinsam mit den Heilpraktikern über diese Reform sprechen – nicht nur über sie, sondern mit ihnen. Ich lade ganz herzlich alle Heilpraktikerverbände ein: Machen Sie Vorschläge, was wir gemeinsam tun können! Ich finde, wir werden etwas Gutes hinbekommen.

Vielen herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

(Beifall bei der CDU/CSU)