Eurofighter

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(Quelle: pa/Christophe Gateau/dpa)
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Unfallursache schnell finden

Unionsfraktion bestürzt über Eurofighter-Crash

Nach dem Absturz zweier Eurofighter-Kampfjets in Mecklenburg-Vorpommern hat die Bundeswehr die Suche nach Unfallursache übernommen. Der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Henning Otte spricht von einem tragischen Unglück.

Der Eurofighter sei prinzipiell ein sehr sicheres Flugzeug, sagte Henning Otte in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen des verstorbenen Kameraden. Dem verletzten Piloten wünschen wir eine baldige Genesung." 

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus sprach vor der Fraktionssitzung am Dienstag von „einem fürchterlichen Unglück“. Die Angehörigen des Opfers hätten das Mitgefühl der Fraktion. 

Die beiden Maschinen waren am Montag bei einer Luftkampf-Simulation über der Mecklenburgischen Seenplatte zusammengestoßen. Nach der Kollision gelang es beiden Piloten, die Schleudersitze auszulösen. Dennoch konnten Rettungsmannschaften nur noch einen der beiden lebend aus einem Baum geborgen.

Unfallursache finden

„Wir müssen jetzt die Untersuchung des Generals für Flugsicherheit abwarten“, so Otte. Jetzt etwas über die Unfallursache zu sagen, sei reine Spekulation. Die Flugschreiber der Maschinen wurden geborgen, die Ermittler versuchen jetzt ein Bild zusammenzustellen, über das am Ende auch der Verteidigungsausschuss informiert wird. Otte: „Ich gehe davon aus, dass alles daran gesetzt wird, dieses Unglück schnell aufzuklären.“ 

Auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat schnellstmöglich Aufklärung angekündigt: „Heute ist der Tag der Trauer und des Schmerzes über den Verlust unseres Soldaten“, so die Ministerin. Auch sie will schnellstens genaueste Klarheit über die Ursache. Es ist das schwerste Unglück der Bundeswehr in Deutschland seit Jahren. 

Belastungen für Menschen gering halten

Vorerst sind die Übungen über Mecklenburg-Vorpommern eingestellt. Im Vorfeld hatte es immer wieder Kritik an solchen Flugmanövern gegeben. „Die Bundeswehr muss dort üben, wo sie im Bedarfsfall auch verteidigt“, stellte Otte klar. „Ich weiß, dass die Bundeswehr alles daransetzt, die Emissionen und Belastungen möglichst gering zu halten.“