MH17

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(Quelle: picture alliance/AP Photo)
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MH17: Russland soll sich bekennen

Ermittler bestätigen MH17-Abschuss aus russischem Raketenwerfersystem

Die Ermittlungen zum Abschuss des Fluges MH17 über der Ukraine haben ergeben, dass der Raketenwerfer, von dem aus die Maschine abgeschossen wurde, dem russischen Militär zuzuordnen ist. Unionsaußenpolitiker Andreas Nick, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, fordert, dass sich Russland zu seiner Verantwortung bekennt.

Für die Ermittler ist es eindeutig: Das Geschoss, dass am 24. Juli 2014 die malaysische Passagiermaschine MH17 traf, stammt aus einem Raketenwerfer, wie ihn die russischen Streikräfte benutzen. Das Ermittlerteam, das aus Experten aus Malaysia, Australien, Belgien und der Ukraine besteht, ist sich sicher: Das für den Abschuss verantwortliche Raketensystem stammt von der Basis der 53. Flugabwehrbrigade der russischen Streitkräfte aus Kursk.

„Damit sind die schon länger vorliegenden Erkenntnisse zu den Urhebern dieser Tragödie bestätigt und traurige Gewissheit geworden“, sagt Andreas Nick (CDU), Mitglied im Auswärtigen Ausschuss.

Nick fordert mit Blick auf die internationalen Begegnungen im Rahmen der Fußball-WM „ein russisches Bekenntnis zur traurigen Wahrheit“. „Das wäre ein wichtiger Schritt", so der Außenpolitiker.“ Es wäre das Mindeste, dass Russland sich zu seiner Verantwortung bekenne und sein Bedauern für den Tod von 298 unschuldigen Menschen ausspräche. Aber auch dazu beitrüge, die unmittelbar Schuldigen an diesem Kriegsverbrechen zur Rechenschaft zu ziehen.

Der Abschuss der malaysischen Verkehrsmaschine MH17 über der Ost-Ukraine im Juli 2014 war einer der folgenschwersten militärischen Eingriffe in den zivilen Luftverkehr seit Jahrzehnten. 298 Menschen starben, als ein Geschoss aus einem Raketenwerfer die Passagiermaschine über ukrainischen Boden traf.