Treffen von Volker Kauder und Patriarch Louis Raphael Sako

Thema des Tages


Teilen

Christen für Zukunft des Iraks wichtig

Volker Kauder trifft Louis Raphael Sako, Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche

Die Bedeutung der Christen im Irak ist groß, alleine in Bagdad leben über 20.000. Im Gespräch mit Fraktionschef Volker Kauder betonte der Patriarch der Chaldäisch-katholischen Kirche, Seine Seligkeit Louis Raphael Sako, die Rolle der religiösen Minderheit im Irak. Kauder bekräftigte seinerseits, sich auch künftig für die Christen im Zweistromland einzusetzen.

Patriarch Sako betonte die Bedeutung der Christen für die Zukunft des Iraks. Sie seien ein ausgleichendes Element zwischen den um Vorherrschaft ringenden Strömungen des Islams und könnten viel zu einer Modernisierung des Landes beitragen. 

Die irakische Gesellschaft mitgestalten

Noch immer gebe es eine große Zahl von Christen im Zweistromland, alleine in Bagdad lebten etwa 20.000 von ihnen, beschrieb Patriarch Sako die Situation vor Ort. Wichtig sei, sie zum Bleiben und zur Mitgestaltung der irakischen Gesellschaft zu bewegen. Die Chancen dafür seien so gut wie selten zuvor.  

Gleiche Rechte für alle Iraker

Sako unterstrich, dass aus Sicht der Christen im Irak eine Modernisierung des Staatsbürgerrechts große Bedeutung habe. Alle Iraker sollten die gleichen Rechte besitzen. 

Kauder will sich weiterhin für verfolgte Christen einsetzen

In der Koalition sei man sich einig, dass alles getan werden müsse, damit die Christen in ihrer Heimat eine Zukunft hätte, versicherte Kauder. Er werde sich für die religiösen Minderheiten des Irak, zu denen auch etwa die Jesiden gehören, einsetzen, so Kauder. 

Große Anzahl von Christen im Irak

Die chaldäisch-katholische Kirche ist eine mit Rom verbundene Ostkirche. Sie zählt mehr als eine halbe Million Gläubige, die meisten davon kommen aus dem Irak. Sitz ihres Patriarchen ist Bagdad. Louis Raphael Sako wurde am 1. Februar 2013 von der Bischofssynode der Chaldäisch-katholischen Kirche zum Patriarchen gewählt.