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(Quelle: picture alliance/Guido Bergmann/ Bundesregierung/ dpa)
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Angela Merkel ist Integrationsfigur in Europa

Die Abschlusserklärung des EU-Gipfels von Rom ist ein erster Schritt für einen echten Neuanfang in Europa. Die Staats- und Regierungschefs hatten sich am 60. Jahrestag der Unterzeichnung der römischen Verträge ausdrücklich zum Wert des vereinten Europas bekannt, was nach der Brexit-Entscheidung gar nicht hoch genug einzuschätzen ist, meint Unionsfraktionsvize Hans-Peter Friedrich.

Europa der unterschiedlichen Geschwindigkeiten

Mit einem Blick in die Zukunft müsse die EU muss aber auch weiterentwickelt werden, so Friedrich. Dieses Ziel sei jetzt in Rom deutlich geworden. Bemerkenswert findet das der Europapolitiker. Denn die europäischen Staats- und Regierungschefs haben sich nun doch im Grunde darauf verständigt, dass in Zukunft in der EU vermehrt mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten vorangegangen werden kann. Ein Verhandlungserfolg von Bundeskanzlerin Angela Merkel: Sie ist die Integrationsfigur in Europa.

Zusammenhalt der EU stärken

„Unterschiedliche Geschwindigkeiten sind keine Schwächung der EU, sondern sie können vielmehr zu einer Stärkung führen“, so Friedrich. Und: „In der Vergangenheit haben wir oft genug erlebt, dass sich die Gemeinschaft nicht weiterentwickeln konnte, nur weil einige wenige Länder bei bestimmten Themen nicht mitgezogen haben. Dieses Spannungsverhältnis kann nun hoffentlich künftig besser aufgelöst werden, ohne dass der Zusammenhalt der EU insgesamt gefährdet wird.“