Rettungsdienste und Notaufnahmen werden entlastet
Notfallreform schafft neue Strukturen im Gesundheitssystem – Mehr Digitalisierung, bessere Vernetzung
Der Bundestag berät am heutigen Donnerstag abschließend über die Reform der Notfallversorgung. Dazu erklären der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, sowie die gesundheitspolitische Sprecherin Simone Borchardt:
Albert Stegemann: „Mit der Reform modernisieren wir die Notfallversorgung grundlegend. Wir machen sie leistungsfähiger, zielgerichteter und patientenorientierter. Wer medizinische Hilfe benötigt, soll künftig schneller und verlässlicher die Versorgung erhalten, die seinem Bedarf entspricht. Gleichzeitig entlasten wir Notaufnahmen und Rettungsdienste, die heute zu oft für Fälle in Anspruch genommen werden, die in Arztpraxen besser aufgehoben wären.
Bislang sind Notaufnahmen, ärztlicher Bereitschaftsdienst und Rettungsdienst nicht ausreichend miteinander verzahnt. Die Reform überwindet dieses Nebeneinander und schafft ein besser abgestimmtes, digital vernetztes Gesamtsystem. Das ist ein wichtiger Schritt für eine moderne und zukunftsfeste Gesundheitsversorgung in Deutschland.“
Simone Borchardt: „Diese Reform stellt einen grundlegenden Kurswechsel dar. Wir machen Schluss mit einem System, in dem Patienten zu häufig an der falschen Stelle landen und wertvolle Rettungskapazitäten unnötig gebunden werden. Wer dringend medizinische Hilfe braucht, muss sich darauf verlassen können, dass unser Gesundheitssystem schnell und verlässlich funktioniert. Dafür schaffen wir Strukturen, die eine Versorgung vom Patienten aus denkt und die sich am tatsächlichen medizinischen Bedarf orientiert.
Ein Rettungswagen ist kein Taxi und eine Notaufnahme kein Ersatz für die Hausarztpraxis. Mit der Behandlung vor Ort sowie den integrierten Notfallzentren steuern wir Patienten künftig gezielter in die richtige Versorgung. Das entlastet unsere Rettungskräfte und stärkt die medizinische Versorgung vor Ort. Unser politischer Anspruch ist klar: Nicht jeder Patient muss ins Krankenhaus. Aber jeder Patient muss die Hilfe bekommen, die er tatsächlich braucht.“