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Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Zukunft der deutschen Wirtschaft

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Bundeskanzlerin Angela Merkel warnt, dass angesichts niedriger Zinsen der Reformdruck in der Eurozone nachlassen lassen könnten. "Europa steht besser da als zuvor, ist aber nach meiner festen Überzeugung noch nicht über den Berg", sagte Merkel dem Wirtschaftskongress der Unions-Bundestagsfraktion.

"Die negativen Wirkungen der sehr niedrigen Zinsen und des niedrigen Ölpreises sind natürlich die Gefahr, man reformiert nicht mehr so entschlossen, wie es einige Länder ja gemacht haben", so Merkel. Sicher würden aber Euro-Staaten wie Spanien und Portugal entlastet, die entschiedene Reformen hinter sich hätten. Irland sei sogar Wachstumsmotor Europas, sagte sie. Das Land musste in Gegenzug für Finanzhilfen der internationalen Partner Reformen umsetzen. "Da zeigt sich, was Reformen in der Kombination mit soliden Finanzen auch ausmachen. Deshalb wird die Bundesregierung auch weiter für diesen Kurs werben, obwohl wir international erheblichem Druck ausgesetzt sind", betonte die Bundeskanzlerin.

Merkel warb in ihrer Rede für das EU-Freihandelsabkommen mit
Indien, Japan und den USA. Die Bundesregierung werde die
EU-Kommission ermutigen, die Verhandlungen rasch zu führen. (Quelle: Reuters)

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