Thema des Tages


(Quelle: Junophoto/Julia Nowak)
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Wie fahren wir morgen?

Koalition berät über Strategien zur Automobilität der Zukunft

Vernetzte Verkehrswege, Autos ohne Fahrer, Elektromobilität? Politische und gesetzliche Vorgaben definieren wichtige Rahmenbedingungen für die Automobilindustrie. Sie sind Thema beim Treffen der Fraktionsspitzen von CDU, CSU und SPD in Rust.

Deutschland ist Automobilland. Die Automobilhersteller sind für den deutschen Wirtschaftsstandort von grundlegender Bedeutung, Hunderttausende von Arbeitsplätzen in der Industrie und im Mittelstand sind davon abhängig.

Die Regierungskoalition baut deshalb auf die Innovationskraft der deutschen Automobilhersteller. Denn auch das Automobil der Zukunft soll aus Deutschland kommen. Dabei sind wettbewerbsfähige steuerliche Rahmenbedingungen und Energiekosten eine wesentliche Voraussetzung, um die Attraktivität des Standorts Deutschland zu erhalten. Daneben setzt die Koalition darauf, dass in Deutschland wieder eine eigenständige Batteriezellenfertigung entsteht, und will dies mit Forschungsförderung unterstützen. Alle Vereinbarungen dazu finden Sie im Beschlusspapier Automobilität.

Alternative Antriebstechnologien

Eher schleppend geht die Marktentwicklung von Elektrofahrzeugen (einschließlich Hybride) voran. Der höhere Preis, die kürzeren Reichweiten verbunden mit fehlender Ladeinfrastruktur und langen Ladezeiten genügen den Anforderungen der Nutzer an ein modernes Auto bisher nicht. Mit BMW-Vorstand Harald Krüger haben die Fraktionsspitzen in Rust daher auch über Maßnahmen beraten, wie Wirtschaft und Politik die Elektromobilität besser fördern können.

Neue Mobilitätskonzepte

Im urbanen Verkehr gewinnen neue Mobilitätskonzepte und Geschäftsmodelle wie Carsharing und internetplattformgestütztes gemeinsames Nutzen von Autos zunehmend an Bedeutung. Intelligente Mobilitätkonzepte der Zukunft müssen verkehrsträgerübergreifend aufgebaut sein. Daher ist es wesentlich, die Rahmenbedingungen für mobile Dienstleistungen zu verbessern. Hierzu gehört u.a. eine einheitliche gesetzliche Regelung zur Einrichtung von Sonderparkplätzen für Carsharingfahrzeuge in Kommunen, schon in der ersten Jahreshälfte 2016.
 
Weitere Informationen finden Sie im Beschlusspapier Automobilität