Saubere Energie für die Zukunft

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(Quelle: unsplash.com/ fernando brasil)
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Wasserstoff: Saubere Energie für die Zukunft

Wasserstoff soll eine zentrale Rolle beim Erreichen unserer Klimaziele und der Umsetzung der Energiewende spielen. Wie das gehen soll, erklären wir hier.

Was ist „grüner Wasserstoff“ und warum ist er wichtig für uns?

Wasserstoff gewinnt man, indem man ihn aus Wassermolekülen heraustrennt (die sog. „Elektrolyse) – wenn die Energie dafür aus Sonne und Wind erzeugt wird, nennt man das Produkt „grünen Wasserstoff“. Dieser ist wichtig für die Energiewende, denn unsere Klimaschutzziele sehen vor, dass der Gasbedarf langfristig durch CO2-freie beziehungsweise CO2-neutrale gasförmige Energieträger ersetzt wird. Hierfür ist Wasserstoff der Schlüssel: Grüner Wasserstoff kann – im Gegensatz zu Batterien – als ganzjähriger Energiespeicher dienen, er kann zur Wärmeerzeugung und zur Stahlerzeugung ebenso benutzt werden wie zur Herstellung klimaneutraler synthetischer Kraftstoffe.

 
Beim Thema grüner Wasserstoff wird immer wieder auf eine „Energiepartnerschaft“ mit Afrika verwiesen. Warum?

Nur etwa ein Viertel unseres zukünftigen Wasserstoff-Bedarfs werden wir selbst abdecken können. Für die Massenherstellung von grünem Wasserstoff braucht man viel Fläche, Wasser – und natürlich jede Menge Wind und Sonnenschein. Dafür benötigt man die passenden geografischen und klimatischen Bedingungen und Deutschland führt dazu momentan Gespräche mit afrikanischen Staaten, aber auch mit Australien, Chile und Argentinien. Der Wasserstoff soll dann etwa in Form von Ammoniak per Schiff nach Europa transportiert werden. Die afrikanischen Staaten erhielten Zugang zu den globalen Energiemärkten, ihre Stabilität würde gestärkt. Im Gegenzug bekämen wir neben einer klimafreundlichen Energieversorgung auch neue Absatzmärkte für die deutschen Anlagen- und Maschinenbauer.

Neben dem „grünen“ Wasserstoff hört man immer wieder vom „blauen“ Wasserstoff – was ist damit gemeint?

Solange „grüner“ Wasserstoff noch nicht in riesigen Mengen hergestellt werden kann, setzen viele Experten als Übergangslösung auf den „blauen Wasserstoff“. Ihn stellt man aus Erdgas her - das bei seiner Produktion („Dampfreformierungsprozess“) freiwerdende CO2 wird aufgefangen und gespeichert (Carbon Capture and Storage, kurz CCS). Hierfür stünden bereits Erdgas-Lieferanten aus Norwegen und Russland bereit.