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(Quelle: Joachim Hörster bei einem Parteitag der CDU | Foto: picture-alliance/ dpa | Thomas Frey)

Zum Tode von Joachim Hörster

Der ehemalige Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion verstarb am 30. Dezember im Alter von 75 Jahren

Joachim Hörster zählte über viele Jahre zu den einflussreichen Persönlichkeiten in der Bundespolitik. Der Westerwälder war in seiner Heimat eng verankert und verstand es, lange Zeit in Bonn und später in Berlin die Werte der christdemokratischen Partei in praktische Politik umzusetzen. Als Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion von 1992 bis 2000 und als langjähriger Vorsitzender der Landesgruppe Rheinland-Pfalz galt der Jurist als Manager des Alltagsgeschäfts hinter den Kulissen. Eng ist sein Name mit der Ära des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl verbunden. Aber auch zur heutigen Bundeskanzlerin Angela Merkel pflegte Hörster einen guten Draht. 

Die CDU, so sagte es Hörster bei vielen Gelegenheiten, ist keine ideologische Partei. Sie reagiert vielmehr auf unterschiedliche Umstände und Entwicklungen mit pragmatischer Politik. Sein Politikstil fand viel Anerkennung, auch nach seiner Zeit als Parlamentarischer Geschäftsführer. So führte Hörster 2009 die rheinland-pfälzische CDU als Spitzenkandidat in den Bundestagswahlkampf. Hörster hatte in jungen Jahren ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Freiburg und Mainz absolviert und war anschließend als Rechtsanwalt tätig. Er trat 1965 in die CDU ein und war von 1969 bis 1973 Vorsitzender des Kreisverbandes Oberwesterwald der Jungen Union. Von 1972 bis 1983 hatte der Familienmensch und Vater von zwei Kindern das Amt des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Westerburg inne. 

Von 1993 bis 2005 führte er als Vorsitzender den CDU-Bezirksverband Koblenz-Montabaur. Dem Deutschen Bundestag gehörte Hörster von 1987 bis 2013 an. 1998 zog er über die Landesliste Rheinland-Pfalz in das Parlament ein, sonst stets als direkt gewählter Abgeordneter.

Joachim Hörster verstarb am Mittwoch im Alter von 75 Jahren. Die CDU/CDU-Bundestagsfraktion bewahrt dem engagierten Politiker ein ehrendes Andenken.