Bundestagsmitglieder werden verabschiedet

Thema des Tages


(Quelle: CDU/CSU-Bundestagsfraktion)
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Abschied: „Jeder reißt eine Lücke“

Kanzlerin und Kauder verabschieden ausscheidende Bundestagsabgeordnete

Das Ende der Wahlperiode naht. Und damit ist es Zeit, Adieu und Danke zu sagen. Bei einem Empfang verabschiedete Unionsfraktionschef Volker Kauder jetzt die 53 Abgeordneten aus den Reihen von CDU und CSU, die nicht erneut für den Bundestag kandidieren. „Ihr habt Euch für unsere Fraktion verdient gemacht“, sagte Kauder – und manchem, den er ansprach, war anzumerken, dass er mit ein bisschen Wehmut in die Parlamentarische Gesellschaft gekommen war. Eine Abgeordnete sollte Kauder bei diesem Treffen später noch besonders würdigen.

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Jeder der Anwesenden bei diesem Abschiedsempfang hat in der Fraktion Spuren hinterlassen. Ehemalige Bundesminister wie Kristina Schröder, Heinz Riesenhuber und Franz Josef Jung standen über Jahre in einem besonderen Scheinwerferlicht. Nobert Lammert war mehr als ein Bundestagspräsident, er war auch einer der wichtigsten Richtungsgeber in Deutschland. Politiker wie Michael Fuchs, Hans-Peter Uhl, Johannes Singhammer oder Bernhard Kaster haben im Geschäftsführenden Fraktionsvorstand die Politik der Union entscheidend geprägt.

Es scheiden Sprecher aus, die über viele Jahre Arbeitsgruppen geleitet haben, und Vorsitzende von Bundestagsausschüssen, aber auch Abgeordnete, deren Namen nicht jeden Tag in den Medien genannt wurden, die aber viel zum Gelingen der Sache beigetragen haben – in Berlin und in ihren Wahlkreisen.

Merkel: "Jeder reißt eine Lücke"

Auch die Bundeskanzlerin war trotz ihres vollen Terminkalenders gekommen. „Jeder reißt ein Lücke“, lauteten die Schlussworte ihrer Ansprache. „Ein herzliches Dankeschön allen!“ Sie und Volker Kauder würdigten jede und jeden mit Erinnerungen an persönliche Begegnungen und Erinnerungen an deren Wirken in der Politik.

Besonderer Dank für Gerda Hasselfeldt

Dann stand – für ihre Abschiedsworte – die Frau am Mikrofon, die Volker Kauder nun doch heraushob. Gerda Hasselfeldt, die CSU-Landesvorsitzende und Erste stellvertretende Vorsitzende der Fraktion. Sie sei ein „Glücksfall“ gewesen, betonte Kauder. Mit ihr verbinde ihn eine besondere Freundschaft. Gerda Hasselfeldt habe die Gabe gehabt, mit Freundlichkeit, aber auch Hartnäckigkeit für ihre Ziele zu streiten, vor allem gegenüber den Koalitionspartnern von FDP und SPD. Gerda Hasselfeldt selber betonte in ihrer zurückhaltenden Art, dass es gelungen sei, CDU und CSU wieder zusammenführen. Daran trage die Fraktion einen großen Anteil. Ihren Beitrag dazu, den viele als besonders groß einstufen, erwähnte sie nicht.

Kauder dankte den ausscheidenden Abgeordneten auch für ihre Freundschaft. Er wünschte seinen Kolleginnen und Kollegen gute Jahre und vor allem Gesundheit, „so dass ihr alle immer wieder in die Fraktion kommen könnt“. Ein Recht zur Teilnahme an Fraktionssitzungen behalten die Ehemaligen auf Lebenszeit.

 

Zum Ende dieser Legislatur scheiden aus: Günter Baumann, Clemens Binninger, Christoph Bergner, Maria Böhmer, Wolfgang Bosbach, Cajus Caesar, Alexandra Dinges-Dierig, Thomas Dörflinger, Ingrid Fischbach, Dirk Fischer, Klaus-Peter Flosbach, Michael Fuchs, Alexander Funk, Josef Göppel, Gerda Hasselfeldt, Helmut Heiderich, Uda Heller, Jörg Hellmuth, Robert Hochbaum, Franz-Josef Holzenkamp, Charles M. Huber, Anette Hübinger, Franz Josef Jung, Egon Jüttner, Bartholomäus Kalb, Bernhard Kaster, Jürgen Klimke, Hartmut Koschyk, Bettina Kudla, Norbert Lammert, Barbara Lanzinger, Philipp Lengsfeld, Ingbert Liebing, Matthias Lietz, Maria Michalk, Philipp Murmann, Ulrich Petzold, Sibylle Pfeiffer, Heinz Riesenhuber, Karl Schiewerling, Norbert Schindler, Gabriele Schmidt, Kristina Schröder, Ole Schröder, Bernhard Schulte-Drüggelte, Johannes Singhammer, Carola Stauche, Matthäus Strebl, Lena Strothmann, Hans-Peter Uhl, Karl-Georg Wellmann, Peter Wichtel, Heinz Wiese, Dagmar Wöhrl

 

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