Mauerfall

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(Quelle: pa/image broker)
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30 Jahre Mauerfall

Die Wiedervereinigung – Ein Glücksfall der deutschen Geschichte

30 Jahre nach dem Fall der Mauer hat die Unionsfraktion im Bundestag ein positives Fazit der Wiedervereinigung gezogen. Die friedliche Revolution und die deutsche Einheit sind ein Glückfall der deutschen Geschichte. 

Ostdeutschland ist attraktiver Standort

Die Redner der Unionsfraktion maßen diese Erfolge an der schwierigen Ausgangslage nach dem Ende der DDR. „Die angeblich zehntstärkste Wirtschaftsmacht war in Wirklichkeit völlig zerschlissen“, sagte Hirte. Inzwischen aber seien Löhne und Renten in den neuen Ländern gestiegen, die Arbeitslosigkeit enorm zurückgegangen. Heute sei Ostdeutschland - nicht zuletzt dank der massiv ausgebauten und modernisierten Infrastruktur - ein attraktiver Standort für innovative Unternehmen.

Erwerbstätigkeit gleich auf mit dem Westen

Auch Mark Hauptmann verwies auf den materiellen Wohlstand im Osten und darauf, dass die Erwerbstätigkeit gleichauf sei mit dem Westen. Besonders hob er hervor, dass seit 2017 mehr Menschen vom Westen in den Osten ziehen als umgekehrt. Diese Aufbauleistung sei ein Erfolg der Politik, aber auch der fleißigen Menschen vor Ort. 
Trotz der Erfolge fühlen sich laut Umfragen 57 Prozent der Ostdeutschen als Bürger zweiter Klasse. „Das müssen wir ernst nehmen“, forderte Hauptmann. Das Zusammengehörigkeitsgefühl stehe auf dem Prüfstand. Hauptmann teilte die Einschätzung, es sei „natürlich nicht alles rosa“. Und der CSU-Politiker Andreas Lenz sagte, es „liegt ein Kraftakt hinter uns, aber auch noch viele Anstrengungen vor uns“. 

Unterdrückungsstaat wurde überwunden

Die Redner würdigten auch die Bürger, die vor 30 Jahren den Mut hatten, das DDR-Regime zu stürzen. Lenz sagte: „Es war die Macht der scheinbar Machtlosen, die das Glück unserer Wiedervereinigung erst ermöglichten. Sie hätten den maroden Unterdrückungsstaat nicht reformieren, sondern überwinden wollen. „Der real existierende Realismus der DDR hatte abgewirtschaftet: politisch, ökonomisch, gesellschaftlich, aber auch moralisch“, sagte Hirte.