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(Quelle: picture alliance/ dpa)
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Den Weg ins digitale Zeitalter ebnen

Unionsfraktion stellt Plan zur Digitalisierung in Bildung, Wissenschaft und Forschung vor

Die Fähigkeit zum Umgang mit digitalen Technologien ist heutzutage unerlässlich. Deshalb setzt sich die Unionsfraktion dafür ein, dass jeder diese Fähigkeit erwerben kann. Entsprechende Kompetenzen müssten „Teil der gesamten Bildungsbiografie werden“, heißt es in einem Papier, das die Unionsfraktion jetzt auf ihrer Vorstandsklausur in Berlin verabschiedete.

Die Unionsfraktion spricht sich in ihrem Beschluss außerdem dafür aus, im Haushalt die erforderlichen Akzente für die Digitalisierung in Bildung, Wissenschaft und Forschung zu setzen. Mit konsequenter Digitalisierung könne man sowohl die individuellen Bildungs- und Berufschancen als auch Deutschlands Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit stärken, heißt es.

Kommunale Bildungsträger stärker vernetzen

Doch wie soll das umgesetzt werden? Zunächst, so erläutert das Papier,  gehe es darum, kommunale Bildungsträger und sonstige Bildungseinrichtungen zu vernetzen, ihre digitalen Kompetenzen zu stärken und ihnen den Aufbau nachhaltiger Strategien zur Digitalisierung zu ermöglichen. Berufsausbilder müssten in den Betrieben vor Ort als Wissensmultiplikatoren für die neuen Technologien, den Einsatz digitaler Medien und digitaler Produktionsprozesse fit gemacht werden. Dafür sollten ihnen Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen angeboten werden.

Förderung durch Drohnen, 3D-Drucker und Roboter

Aber auch überbetriebliche Berufsbildungsstätten könnten helfen, neue Technologien und Abläufe in die betriebliche Praxis zu integrieren. Mit einem Sonderprogramm fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung seit diesem Jahr die digitale Ausstattung dieser überbetrieblichen Berufsbildungsstätten. So werden 14 Millionen Euro investiert, um beispielsweise Forschungsdrohnen, 3D-Drucker oder Roboter anzuschaffen und innovative berufspädagogische Konzepte zu erproben. Die Unionsfraktion setzt sich dafür ein, dieses Programm auszubauen.

Kompetenz- und Beratungsstelle für Open Access

Damit der Informationsfluss in der Wissenschaft verbessert und öffentlich geförderte Forschungsergebnisse zu Innovationen werden können, will die Unionsfraktion zudem eine nationale Kompetenz- und Beratungsstelle für Open Access etablieren. Ferner sollen Möglichkeiten zur Finanzierung von Open-Access-Publikationen ausgebaut und der Übergang zu Open Access mittels moderner Lizenzierungsmodelle unterstützt werden.

Infrastruktur für Forschungsdaten etablieren

Was die Digitalisierung in Wissenschaft und Hochschule angeht, so soll nach dem Willen der Unionsfraktion eine nationale Infrastruktur für Forschungsdaten etabliert werden. So sollen die Daten nachhaltig aufbewahrt, zugänglich gemacht und genutzt werden können – auch über Disziplingrenzen hinweg. Darüber hinaus müsse auf allen Qualifikationsstufen die Informationskompetenz gefördert werden. Das Lernen mit digitalen Medien sollte integraler Bestandteil der Hochschullehre werden.