Nadine Schön

Pressestatement


(Quelle: Salvadore Brand)
Teilen

Wir brauchen mehr Führungspositionen in Teilzeit

Das sogenannte Lebenserwerbseinkommen von Frauen mit einem Kind ist durchschnittlich gut 40 Prozent niedriger als bei kinderlosen Frauen, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung hervorgeht. Dazu können Sie die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Nadine Schön, gern wie folgt zitieren:

„Ein erfreuliches Ergebnis der Studie ist, dass sich die Einkommen von jüngeren Männern und Frauen kaum noch unterscheiden. Die guten Schul- und Studienergebnisse von Frauen machen sich endlich auch dort bemerkbar. Damit von dieser erfreulichen Entwicklung Frauen auch dann profitieren, wenn sie Mütter werden, muss sich aber noch einiges tun: in den Unternehmen, in der Verwaltung, unterstützt von der Politik. Die Einkommensunterschiede werden sich dann angleichen, wenn der Arbeitsumfang zwischen Vätern und Müttern ähnlich ist und beide die gleichen Karrierechancen haben.

Eine moderne Familienpolitik und eine moderne Unternehmenskultur müssen anerkennen, dass es Zeiten gibt, in denen Eltern die Gewichtung zwischen Familie und Job variieren. Karriere darf nicht heißen: ‚Immer und jederzeit Vollzeit und noch ein bisschen mehr.‘ Karriere muss auch dann möglich sein, wenn parallel Familienarbeit wahrgenommen wird. Daher brauchen wir mehr Führungspositionen, die von Eltern in Teilzeit ausgefüllt werden können. Hier muss der öffentliche Dienst eine Vorreiter-Rolle einnehmen. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird das bei den parlamentarischen Beratungen zur Novellierung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen einfordern.

Außerdem brauchen Eltern Verlässlichkeit und eine gute und liebevolle Betreuung in den Zeiten, in denen sie nicht selbst für ihre Kinder da sein können. Deshalb arbeiten wir in dieser Legislaturperiode weiter an der Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Gerade erst hat der Bund seinen Anteil am Ausbau der Kita-Plätze um eine weitere Milliarde Euro erhöht. Doch die Probleme enden ja nicht mit dem Eintritt in die Schule. Im Gegenteil. Deshalb müssen Bund, Länder und Kommunen endlich Farbe bekennen: Wir brauchen einen Rechtsanspruch auf verlässliche Nachmittagsbetreuung in den Grundschulen. Der Bund wird sich an dieser Aufgabe beteiligen: Mit 3,5 Milliarden Euro für Investitionen in den Ausbau!

 

Und noch eine Stellschraube sieht der Koalitionsvertrag vor: Haushaltsnahe Dienstleistungen können Familien entlasten. Was die Umsetzung dieses Anliegens angeht, heißt im Familienministerium bisher: Fehlanzeige.“