Ronja Kemmer

Pressestatement


(Quelle: Jan Kopetzky)
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Silodenken überwinden und eine einheitliche Strategie für Künstliche Intelligenz entwickeln

Heute hat eine Videokonferenz stattgefunden zwischen den Mitgliedern der Enquete-Kommission Künstliche Intelligenz (KI) und den für KI zuständigen Ressorts, vertreten durch Bundesministerin Anja Karliczek, Bundesminister Hubertus Heil und Thomas Jarzombek, dem Beauftragten des Bundeswirtschaftsministeriums für die Digitale Wirtschaft und Start-ups. Hierzu können Sie Ronja Kemmer, Obfrau der Enquete-Kommission KI für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion, gerne wie folgt zitieren:

„Es war wichtig, die Einschätzungen der Mitglieder der Enquete-Kommission nochmal mit den Positionen der Bundesministerien auszutauschen. Denn die Strategien und Maßnahmen für KI müssen stetig mit der Wirklichkeit in Forschung, Unternehmen und Gesellschaft abgeglichen werden und dafür haben wir in der Enquete viele Erkenntnisse gewonnen. Zentrale Diskussionspunkte des Gesprächs waren: Wie schaffen wir eine vertrauensvolle KI ohne Fortschritt zu hemmen, wie schaffen wir einen schnellen Transfer von Forschung in die Anwendung, wie schaffen wir Skalierbarkeit, damit deutsche Unternehmen auf dem internationalen Markt wettbewerbsfähig sind. Es zeigt sich dabei, dass die Herangehensweisen sehr unterschiedlich sind. Wir müssen dieses Silodenken überwinden und brauchen endlich eine einheitliche Strategie in Deutschland für KI, denn Wachstum und Wohlstand erreichen wir mit KI am besten, wenn nicht jedes Ressort nur auf seinen Schwerpunkt setzt. Die Menschen brauchen keine Angst vor einer angeblich ‚inhumanen KI‘ am Arbeitsplatz zu haben, denn sie haben es selbst in der Hand, diese zu gestalten. Nicht die Algorithmen entscheiden - sondern der Mensch. Das ist ein wichtiger Leitsatz. Wir brauchen starke Grundlagenforschung, aber vor allem auch den Transfer von KI in die Anwendung. Deshalb fordere ich, neben Qualität und Vertrauen vor allem auch das Tempo voranzutreiben und ein ‚Ökosystem der Agilität‘ dafür zu schaffen. Es ist wichtig, bei allen bestehenden Normen und Gesetzen einen KI-Check zu machen. Aber wir brauchen keine ‚Lex-KI‘, die einen Bürokratie- und Auflagenberg für Unternehmen bedeuten würde. Nicht mangelndes Vertrauen ist der Grund dafür, dass nur sechs Prozent der Unternehmen in Deutschland bisher KI einsetzen. Es fehlt eher an Wissen, Vorbildern und Verständnis, was man mit KI erreichen kann. Deshalb unterstützen wir Startups in Deutschland mit nunmehr 20 Milliarden Euro, damit ihre Ideen und Entwicklungen in die breite Anwendung kommen können. Wir stärken Transferzentren, KI-Scouts und interdisziplinäre Verbünde. Wir setzen auf Datensouveränität statt auf Datensparsamkeit, um die Forschung und Entwicklung von KI voranzutreiben. Als Parlamentarier schalten wir uns diese Woche mit einer Stellungnahme zum KI-Weißbuch in die Diskussionen auf EU-Ebene ein.“

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