Michael Brand, menschenrechtspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag

Pressestatement


(Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag)
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Brand: Meinungsfreiheit gilt auch in Fußballstadien

Die Testspiele der chinesischen U20-Fußballnationalmannschaft wurden vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) vorläufig abgesagt. Hintergrund sind Differenzen um die Tibet-Politik Chinas. Hierzu können Sie den Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Brand, wie folgt zitieren:

„Auch willkommene Gäste wie die jungen chinesischen Fußballer der U20 müssen die Meinungsfreiheit bei uns akzeptieren. Sie müssen es dulden, wenn im Stadion Tibet-Fahnen geschwenkt werden. Wobei die Fußballer sicher nicht das Problem sind. Hinter dem Eklat steckt mutmaßlich die Führung Chinas, die seit langem systematisch versucht, jegliche Kritik an ihrer restriktiven Tibet-Politik auch im Ausland zu unterdrücken.

Dass der DFB ein Stoppschild aufgestellt und die Spiele einstweilen auf das kommende Jahr verschoben hat, ist richtig und notwendig. Damit unterstreicht er, dass die in Deutschland herrschende Meinungsfreiheit nicht verhandelbar ist. China muss akzeptieren, dass wir Differenzen im Dialog ausräumen. Drohgebärden helfen da nicht weiter.

Tibet-Fahnen zu schwenken, ist in Deutschland nicht verboten. Die Meinungsfreiheit gilt auch in Fußballstadien. Ohnehin wäre es an der Zeit, dass China ein neues Kapitel seiner Tibet-Politik aufschlägt und die Verfolgung der Tibeter beendet.“