Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Pressestatement


(Quelle: Fotograf: Katja-Julia Fischer)
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Gegenseitiges Misstrauen abbauen

Zum Gipfeltreffen des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong Un mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In können Sie den außenpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Jürgen Hardt, folgendermaßen zitieren:

„Das Gipfeltreffen zwischen Nord- und Südkorea beendet eine lange Zeit der Sprachlosigkeit. Zwar können wir vermutlich keine konkrete Ergebnisse erwarten, aber das Treffen wird hoffentlich dazu dienen, gegenseitiges Misstrauen abzubauen. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion sieht im jahrzehntelangen Konflikt eine Gefahr für uns alle. Die koreanische Halbinsel ist eine der am stärksten militarisierten Regionen der Welt. Das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm ist eine Bedrohung für den Weltfrieden und birgt überdies das Risiko einer Weitergabe dieser Waffen an andere Mächte. Deshalb war es richtig, dass der UN-Sicherheitsrat in großer Einmütigkeit Sanktionen gegen Nordkorea beschlossen hat.

Es ist zu vermuten, dass diese Sanktionen wirken und das nordkoreanische Regime nun aus wirtschaftlicher Not an denVerhandlungstisch kommt. Auch China als einziger großer Macht mit Einfluss auf Nordkorea kommt hier Bedeutung zu. Die Hoffnung, dass Lösungen für eine überprüfbare Rüstungskontrolle und Abrüstung erreicht werden, steigt mit dem heutigen Gipfeltreffen. Ziel muss eine Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel bleiben. Wenn Deutschland mit seiner diplomatischen Vertretung in Nordkorea oder gar die Europäische Union beim Erarbeiten einer Lösung helfen können, sind wir dazu natürlich bereit.“