Karin Maag, Vorsitzende der Arbeitsgruppe Gesundheit

Pressestatement


Quelle: Fotograf: Laurence Chaparon
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Corona-Impfungen: Künftig Einzelfallentscheidungen möglich

Zur aktualisierten Impfverordnung, die am Montag in Kraft treten soll, können Sie die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karin Maag, mit folgenden Worten zitieren:

„Mit der aktualisierten Coronavirus-Impfverordnung werden wichtige Erkenntnisse aus den vergangenen Wochen aufgegriffen. Mir ist wichtig, dass nunmehr auch konkrete Erkrankungen als Impfkriterien genannt werden, wie etwa schwere psychische Erkrankungen, Mukoviszidose oder chronische Nierenerkrankungen. Diese werden der zweiten Impfgruppe zugeordnet. Das führt vor dem Hintergrund einer nach wie vor begrenzten Menge an Impfstoff zu mehr Klarheit bei den Bürgerinnen und Bürgern, aber auch bei den Bundesländern, die für die Durchführung der Impfungen gegen das Coronavirus verantwortlich sind.

Richtig und wichtig ist mir auch, dass künftig Einzelfallentscheidungen möglich werden. So können Personen beim Anspruch auf eine Schutzimpfung früher berücksichtigt werden, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung ein sehr hohes, hohes oder erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf besteht. Schließlich greift die Verordnung die aktuelle Empfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut zum COVID-19-Impfstoff der Firma AstraZeneca auf: Dieser soll aufgrund der aktuellen Datenlage zur Impfeffektivität nicht für Personen, die über 65 Jahre alt sind, verwendet werden. Stattdessen soll dieser Impfstoff vorrangig an Personen abgegeben werden, die das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Ich will nochmals betonen: Der AstraZeneca-Impfstoff ist nach den Empfehlungen der STIKO wirksam. Für die Entscheidung der STIKO, die über 65-Jährigen für eine Impfung  mit diesem Impfstoff nicht vorzusehen, war ausschließlich die Tatsache maßgebend, dass nicht genügend ältere Probanden in die Studie eingeschlossenen waren. Damit sind die Daten für diese Altersgruppe nicht aussagekräftig.“

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