Nadine Schön, Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag

Pressestatement


(Quelle: Foto Tobias Koch)
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Bessere Prävention und mehr Aufklärung zur Vermeidung von Genitalverstümmelungen

Am morgigen Mittwoch gedenken wir des internationalen Tages gegen Genitalverstümmelung. Hierzu können Sie die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Nadine Schön, wie folgt zitieren:"

Die Prozedur ist grausam und vollzieht sich dennoch etwa 8000 Mal pro Tag. Mit Messern, Scherben, spitzen Steinen oder Rasierklingen werden jungen Mädchen die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane teilweise oder gar ganz abgeschnitten. UNICEF schätzt, dass weltweit 200 Millionen Frauen und Mädchen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen sind, vor allem im nördlichen Afrika aber auch in südostasiatischen Ländern. Aber auch hierzulande sind Mädchen gefährdet, sie werden heimlich in Deutschland oder während Auslandsreisen verstümmelt.

In Deutschland ist die Verstümmelung weiblicher Genitalien als eigener Straftatbestand eingestuft. Es drohen bis zu 15 Jahre Haft, und das auch, wenn in Deutschland lebende Mädchen im Ausland beschnitten werden. Nicht nur hierzulande, auch fast überall sonst auf der Welt ist die weibliche Genitalverstümmelung längst auf dem Papier verboten. Dennoch sind Beschneidungsrituale oft so tief in Kultur und Tradition verankert, dass sie kleinen Mädchen weiter angetan werden. Gesetze allein reichen daher nicht aus, wir brauchen bessere Prävention und mehr Aufklärung, um einen Bewusstseinswandel zu bewirken. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt bereits in vielen Ländern Initiativen mit dem Ziel, umfängliche Aufklärung über die körperlichen und seelischen Folgen der Genitalverstümmelung zu leisten. Der heutige Internationale Tag gegen Genitalverstümmelung trägt ebenfalls dazu bei, das Thema aus der Tabuzone herauszuholen."