Zerstörte koptische Kirche (Archivbild)

Pressemitteilung


(Quelle: picture alliance/dpa)
Teilen

Anteilnahme und Solidarität mit koptischen Christen

Bei einem Bombenanschlag auf eine Kirche in der nordägyptischen Stadt Tanta sind ägyptischen Medien zufolge an diesem Palmsonntag dutzende Menschen getötet worden. Dazu erklärt der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder:

„Die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag verurteilt den blutigen und sinnlosen Terroranschlag auf die Besucher eines Sonntagsgottesdienstes in Tanta. Die schreckliche Tat, durch die viele Menschen getötet und verletzt wurden, bringt unsagbares Leid über die Opfer und ihrer Familien. Ihnen gilt unser Mitgefühl. Den koptischen Christen drücke ich unsere Anteilnahme und Solidarität aus. Dass sich die Täter den christlichen Palmsonntag, den Beginn der Karwoche, als Zeitpunkt der Tat ausgesucht haben, steigert den Schock über diese feige Tat noch mehr. Wir erwarten von der ägyptischen Regierung, dass sie alles tut, um die koptischen Christen zu schützen.

Dieser zweite Anschlag auf Ägyptens koptische Minderheit innerhalb von sechs Monaten ist auch ein Anschlag auf die traditionelle religiöse Vielfalt im Nahen Osten, für deren Fortbestand wir uns einsetzen. Wir stehen an der Seite aller derer, die unter den Terroristen leiden, und lassen uns so wenig wie die ägyptische Regierung und das ägyptische Volk durch Gewalt einschüchtern. Den Attentätern darf es nicht gelingen, die ägyptische Gesellschaft zu spalten.

Bei meinen zahlreichen Besuchen in der Region und nach Gesprächen mit Staatspräsident Abdel Fattah al-Sisi und koptischen Geistlichen konnte ich feststellen, dass sich die Lage für die Kopten in Ägypten in den vergangenen Jahren verbessert hat. So gibt es zum Beispiel mehr koptische Abgeordnete im Parlament als je zuvor. Die Kopten können ihre Religion weitgehend frei ausüben und leben größtenteils friedlich mit der muslimischen Bevölkerungsmehrheit zusammen. Dieser Weg des friedlichen Zusammenlebens muss weiter gegangen werden. Die EU und Deutschland müssen ein hohes Interesse an der Stabilisierung Ägyptens haben. Das Land darf nicht in ein Chaos abgleiten.

Die Bundesregierung wird in ihrer Außen- und Entwicklungspolitik weiterhin stets auf die Einhaltung der Religionsfreiheit pochen. Denn die Wahrung der Glaubens- und Gewissensfreiheit ist Voraussetzung für den Frieden in der Welt geworden. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird in ihrem Engagement für die Religionsfreiheit nicht nachlassen.“