Eckhard Pols
Vorsitzender: Eckhard Pols

Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten

Vorsitzender : Eckhard Pols
1. Stellvertretender Vorsitzender : Stephan Mayer
Stellvertretende Vorsitzende : Peter Beyer, Dr. Silke Launert

Kriegsfolgeschicksal im Mittelpunkt der Arbeit


Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten besteht seit Gründung der Bundesrepublik

Seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland unterhält die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag die soziologische Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten – so auch in der 19. Legislaturperiode. Sie umfasst heute über 35 Mitglieder und stellt nach wie vor die Anerkennung des Kriegsfolgeschicksals in den Mittelpunkt ihrer politischen Arbeit. Davon betroffen sind Vertriebene, Aussiedler und deutsche Minderheiten gleichermaßen.

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Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung

Die Gruppe der Vertriebenen hat auch im Jahr 2018 den bundesweiten „Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung“, der seit dem Jahre 2015 immer am 20. Juni begangen wird, zum Anlass genommen, des Schicksals der deutschen Heimatvertriebenen und Flüchtlinge zu gedenken. Die Gruppe hält es auch weiterhin für wichtig zu zeigen, wie bedeutsam die Bewahrung der Erinnerung an den historischen deutschen Osten ist. Sie betont auch, dass das erlittene Schicksal der Vertriebenen Unrecht war, ist und bleibt.

Erfolge bei den Haushaltsverhandlungen

Hervorzuheben sind die Resultate der Verhandlungen für den Haushalt 2018. In diesem Jahr ist es insbesondere gelungen, das reiche deutsche Kulturerbe im rumänischen Siebenbürgen langfristig zu sichern. So wird sich Deutschland in den kommenden Jahren mit insgesamt 1,1 Millionen Euro an der Sicherung und Sanierung der Kirchenburgen Siebenbürgens beteiligen. Angesichts des teilweise kritischen Bauzustands dieser historischen Zeugnisse der Baukultur und des daraus resultierenden akuten Handlungsbedarfs sind diese Gelder sinnvoll eingesetzt.

Zudem konnte das Ostpreußische Landesmuseum in Lüneburg bei dringenden Renovierungsarbeiten unterstützt werden. Die Wiedereröffnung fand am 25. August 2018 statt. Ein wichtiger Ort der Erinnerungskultur für die ostpreußische und baltische Geschichte ist nun wieder zugänglich.

Spätaussiedler weiter willkommen

Aus der historischen Verpflichtung heraus setzt sich die Gruppe für die Integration der über drei Millionen Deutschen ein, die seit der friedlichen Revolution von 1989 als Spätaussiedler in die Bundesrepublik eingereist sind. Da vor allem aus Russland und der GUS nach wie vor Nachfrage nach Rückübersiedlung besteht, wird an der Möglichkeit vertriebenenrechtlicher Aufnahme in Deutschland festgehalten. Dabei ist es der Gruppe aufgrund der besonderen Stellung der Aussiedler als Deutsche wichtig, diese zu unterstützen und zwischen vertriebenenrechtlicher Aufnahme und allgemeiner Einwanderungspolitik zu unterscheiden. Die Gruppe ist bestrebt, Verbesserungen für die Spätaussiedler bei den Renten zu erreichen.

Außerdem arbeitet die Gruppe eng mit der Bundesregierung zusammen, um die Hilfen für die deutschen Minderheiten in Mittel- und Osteuropa zu erhalten. Sie engagiert sich aktiv bei der Kontaktpflege zu den in den Herkunftsgebieten verbliebenen Vertretern jener Minderheiten. Diese Menschen bereichern die kulturelle Vielfalt in Mittel- und Osteuropa. Daher ist es wichtig, von deutscher Seite aus dauerhaft Verantwortung zu übernehmen.

Stand: Oktober 2018

Bildergalerie

Der Vorstand der Gruppe im Gespräch mit der Bundeskanzlerin: v.l.n.r. Heinrich Zertik, Bernd Fabritius, Angela Merkel, Silke Launert, Klaus Brähmig, Eckhard Pols
Gedankenaustausch mit dem ehemaligen Bischof von Oppeln in Oberschlesien, Alfons Nossol: v.l.n.r. Alexander Vollmert, Klaus Brähmig, Alfons Nossol, Heiko Schmelzle, Eckhard Pols
Arbeitsbesuch beim damaligen Oberbürgermeister von Hermannstadt/Sibiu und heutigen Präsidenten von Rumänien, Klaus Johannis: v.l.n.r. Konsulin Judith Urban, Bernd Fabritius, Heiko Schmelzle, Klaus Johannis, Klaus Brähmig