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(Quelle: Foto: DBT / Stella von Saldern)
Nordrhein-Westfalen

Hermann Gröhe

Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion | Beauftragter für Kirchen und Religionsgemeinschaften

Geboren am 25.02.1961 in Uedem

Mitglied des Deutschen Bundestages: seit 10.11.1994 (13. Wahlperiode)

Rechtsanwalt

Die Kirchen sind und bleiben für die Unionsfraktion ein Gesprächspartner von herausragender Bedeutung. Dies gilt für die beiden Volkskirchen im Besonderen, aber auch für Freikirchen sowie orientalische und orthodoxe Kirchen. Selbstverständlich unterhält der Beauftragte auch Kontakte zu kirchlichen Verbänden und Laienorganisationen. Er besucht ausgewählte Großveranstaltungen der Kirchen, wie den Katholikentag in Münster 2018 oder den Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund 2019.

Einsatz für jüdisches Leben

Ein zweiter wichtiger Bestandsteil der Arbeit des Beauftragten für Kirchen und Religionsgemeinschaften ist der Einsatz für jüdisches Leben in Deutschland und der Kampf gegen Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft. Anfang 2020 jährte sich die Befreiung des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz zum 75. Mal - eine Zeitmarke, die unweigerlich an die Schrecken des Holocaust erinnert. Dankbar für jüdisches Leben in Deutschland stellt sich die CDU/ CSU-Fraktion entschlossen gegen jede Form von Antisemitismus. Diese Versicherung gab der Beauftragte in persönlichen Gesprächen auch Josef Schuster, dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, sowie Felix Klein, dem Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, und Deidre Berger, der langjährigen Direktorin des American Jewish Committee in Berlin.

Austausch mit muslimischen Verbänden

Als dritte Säule seiner Arbeit sieht  der Beauftragte den Austausch mit den muslimischen Verbänden in Deutschland. Eine zentrale Frage sind dabei die rechtlichen Möglichkeiten für Kooperationsbeziehungen der Verbände mit dem deutschen Staat. Das deutsche Staatskirchen- bzw. Religionsverfassungsrecht bildet eine gute Grundlage für die gesellschaftliche Mitwirkung der Kirchen, Religionsgemeinschaften und deren Verbänden. In welcher Form die Zusammenarbeit mit den zahlreichen und sehr unterschiedlichen muslimischen Verbänden in Deutschland künftig ausgestaltet werden kann, ist eine Frage, die Staat und Gesellschaft, aber auch muslimische Verbände noch einige Zeit beschäftigen wird. Auch die im November 2019 unter Federführung des Bundesinnenministeriums begonnene vierte Islam-Konferenz stellt eine gute Möglichkeit zum Austausch mit den in Deutschland ansässigen muslimischen Verbänden dar.

Für Religionsfreiheit

Neben den direkten Kontakten zu Kirchen und Religionsgemeinschaften in Deutschland ist es das zentrale Anliegen des Beauftragten, sich für die in vielen Teilen der Welt bedrohte Religionsfreiheit einzusetzen. Religionsfreiheit ist in Deutschland selbstverständlich und in Artikel 4 des Grundgesetzes fest verankert. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion setzt sich mit dem fraktionsinternen Stephanuskreis schon seit vielen Jahren für dieses Anliegen ein. Mit der Ernennung von Markus Grübel zum Beauftragten der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit zu Beginn der Legislaturperiode erzielte sie einen wichtigen Erfolg.

Stand: Februar 2020