Die CDU/CSU-Fraktion fordert eine lückenlose Aufklärung der Vetternwirtschaft in der AfD-Fraktion. In einer aktuellen Stunde des Bundestages warf der Parlamentarische Geschäftsführer der Union, Hendrik Hoppenstedt, den AfD-Abgeordneten, die über Kreuz Verwandte von Parteigenossen einstellen, „systematische Selbstbereicherung“ vor. Der Justiziar Thomas Silberhorn sprach von „kalkuliertem Missbrauch von Steuergeld“.
Das System der wechselseitigen Einstellung von Angehörigen diene einzig dem Zweck, in die eigene Tasche zu wirtschaften, kritisierte Hoppenstedt. Ob die beschäftigten Verwandten tatsächlich eine Arbeitsleistung erbracht haben oder ob sie nur zum Schein beschäftigt seien, müsse sich erweisen. Der Geschäftsführer bezichtigte die AfD der moralischen Verwahrlosung und korrupter Methoden. Dass die Partei in ihrem Wahlprogramm versprochen habe, die mutmaßliche Selbstbedienung der Parteien zu beenden, sei eine Täuschung. „Das Gegenteil ist der Fall“, sagte Hoppenstedt. Was die AfD mache, sei „verkommen, verlogen und korrupt“.