Pressemitteilung

Risikobasiertes Konzept für mehr Jugendschutz im Internet

Heute hat die unabhängige Expertenkommission "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt" ihren Abschlussbericht vorgelegt. Dazu erklärt die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Anja Weisgerber:

„Die PISA-Ergebnisse 2025 sind erschütternd und ein deutliches Warnsignal. Dass die Generation Z, die als erste Generation voll in der digitalen Welt aufgewachsen ist, in wichtigen Bildungsbereichen schlechter abschneidet als die Generation davor, zeigt ein einmal mehr: Intensiver Medienkonsum wirkt sich negativ auf die Konzentrations- und Lesefähigkeit aus. Deshalb wollen wir den Jungendmedienschutz in Deutschland verbessern. Natürlich wäre es die beste Lösung, wenn die Anbieter von sozialen Medien auf europäischer Ebene zu einheitlichen Jugendschutzmaßnahmen verpflichtet werden, sodass die Apps standardmäßig sicher sind. Angesichts der katastrophalen Auswirkung des schädlichen Medienkonsums auf unsere Kinder und Jugendlichen können wir aber nicht länger warten. Daher wollen wir in Deutschland zeitnah gestaffelte Altersgrenzen für Social Media einführen. Dabei gilt: Je höher das Risiko einer App für Kinder und Jugendliche, desto höher die Altersgrenze. Die Einhaltung dieser Grenzen soll mit einem möglichst datensparsamen Altersnachweis kontrolliert werden. Wir wollen kein pauschales Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche, sondern einen risikobasierten Jugendschutz, der sich nach den jeweiligen Angeboten der Anbieter ausrichtet. Dadurch schaffen wir nicht nur mehr Schutz für Kinder und Jugendliche, sondern auch einen Anreiz für die Plattformen, ihre Dienste möglichst sicher zu gestalten.“

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