Ottilie Klein: „Der Protestaufruf zu dieser Zeit an diesem Ort ist eine beispiellose Grenzüberschreitung. Diese Provokation ist zutiefst respektlos gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus und ihren Angehörigen. Wer das Gedenken für linksextreme Agitation missbraucht, beschädigt bewusst unsere Erinnerungskultur und stellt sich gegen die Grundlagen unseres demokratischen Selbstverständnisses. Alle Demokratinnen und Demokraten sind jetzt gefordert, diesem Hass entschlossen entgegenzutreten.“
Michael Hose: „Hier kommt etwas ins Rutschen. Das Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald darf nicht durch linksextreme Ideologie und Antisemitismus beschmutzt werden. Antisemitismus ist keine Meinung, sondern ein Angriff auf die Werte unseres Grundgesetzes. Die Einzigartigkeit der Shoa darf nicht relativiert werden.
Politik und Gesellschaft dürften jetzt nicht wegschauen. Die Gedenkstätte Buchenwald leistet seit vielen Jahren herausragende Bildungs- und Erinnerungsarbeit. Ich unterstütze die Gedenkstätte ausdrücklich in ihrer klaren und unmissverständlichen Haltung.“