Thema des Tages

Das Gemeinwesen lebt vom Ehrenamt

Hände, die zusammenhalten: Verantwortung von Unternehmen, Teamwork, soziale Verantwortung
  • Bundestagsdebatte zum deutschlandweiten Tag des Ehrenamtes
  • Engagement der freiwilligen Helfer umfassend gewürdigt
  • Koalition verspricht Abbau bürokratischer Hürden 
     

In Deutschland engagieren sich 27 Millionen Menschen ehrenamtlich. Um ihren Einsatz und ihre Arbeit zu würdigen, wurde der 23. Mai – der Tag des Grundgesetzes – in diesem Jahr erstmals zum deutschlandweiten Tag des Ehrenamtes ausgerufen. In einer Parlamentsdebatte zum Ehrentag bedankten sich Abgeordnete der CDU/CSU-Fraktion bei den Menschen, die sich für das Gemeinwesen und den Sport engagieren. Sie versprachen ihnen auch, die Rahmenbedingungen zu verbessern und bürokratische Hürden abzubauen. 

„In Deutschland geht nichts ohne Ehrenamt“, sagte der Fraktionssprecher für Sport und Ehrenamt, Stephan Mayer, im Bundestag. Deutschland wäre nicht so liebens- und lebenswert ohne die Menschen, die freiwillig und unentgeltlich bei den Tafeln, in Sport- und Schützenvereinen, bei karitativen Einrichtungen oder Blaulichtorganisationen mitwirken. Nicht nur der Staat profitiere von diesem Engagement, sondern auch jeder einzelne, der sich ehrenamtlich engagiere, sagte der CSU-Politiker. Studien hätten gezeigt, dass Ehrenamtliche glücklicher und zufriedener seien, dass sie sogar länger lebten. 

Die Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Christiane Schenderlein, sagte: „Unser Gemeinwesen lebt davon, dass Menschen sich einbringen und mitgestalten.“ Die aktiven Bürgerinnen und Bürger in den Schulen, bei der Freiwilligen Feuerwehr oder der Bahnhofsmission seien „der Motor der Demokratie“. Schenderlein wie Mayer bemängelten bürokratische Hürden. Der Zukunftspakt Ehrenamt, der im Koalitionsvertrag vereinbart sei, müsse daher mit Leben gefüllt werden, forderte Mayer. „Wir sind offen für Vorschläge und Ideen, wie wir das ehrenamtliche Engagement weiter erleichtern können.“ Das gelte für alle Rechtsbereiche. 

Der CDU-Abgeordnete Dieter Stier warnte: „Die Bürokratie droht die Vereine zu erdrücken.“ Auch der demografische Wandel und gestiegene Kosten stellten Herausforderungen dar. Deshalb verdienten die Ehrenamtler nicht nur Dankesworte, sondern auch vorbehaltlose politische Unterstützung. Denn das Ehrenamt leiste einen herausragenden Beitrag gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen und polarisierter öffentlicher Debatten.

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