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10 Nov 2016
(Quelle: picture alliance/dpa)

Schule statt Ehe – wie lassen sich Kinderehen verhindern?

Bis Ende Juli 2016 wurden in Deutschland 1.475 Ehen registriert, in denen ein Partner noch minderjährig ist. Es handelt sich meistens um minderjährige Mädchen, die im Ausland mit einem oft viel älteren Mann verheiratet wurden. #kinderehen

Wenn diese Paare nach Deutschland kommen, stellt dies sowohl unsere Rechtsordnung als auch unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen. Es stellt sich vor allem die Frage, ob eine solche Eheschließung wirksam ist und welche Folgen daraus resultieren.

Erst vor einigen Monaten hat das Oberlandesgericht Bamberg die Ehe einer zum Zeitpunkt der Eheschließung 14-Jährigen mit ihrem volljährigen Cousin als wirksam anerkannt und ihm einen erweiterten Umgang mit dem Mädchen zugestanden.

Der Vorrang des Kindeswohls sowie die Gleichbehandlung von Mann und Frau sind Grundsäulen unserer Gesellschaft und unseres Werteverständnisses. In Deutschland sind Männer und Frauen grundsätzlich mit 18 Jahren ehemündig und können entscheiden, ob, wann und mit wem sie eine Ehe eingehen möchten. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen müssen wir über das bereits bestehende Verbot der Zwangsverheiratung hinaus Antworten geben, wie mit im Ausland geschlossenen Kinderehen in Deutschland umzugehen ist. Welche rechtlichen Regelungen kommen in Betracht und wie kann Betroffenen praktische Hilfe geleistet und Unterstützung angeboten werden? Auch rein religiöse Eheschließungen mit Minderjährigen wollen wir in den Blick nehmen. Hierzu laden wir Sie herzlich zu unserem Fachgespräch mit Expertinnen und Experten ein für

Donnerstag, 10. November 2016, von 14.00 bis 16.00 Uhr, in den Sitzungssaal der CDUCSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Reichstagsgebäude, (Eingang Süd, Scheidemannstraße), Raum 3N 001, Berlin.

Über Ihre Teilnahme würden wir uns freuen. Gerne können Sie die Einladung an andere Interessierte weiterleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Stephan Harbarth MdB Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen BundestagElisabeth Winkelmeier-Becker MdB Vorsitzende der Arbeitsgruppe Recht und Verbraucherschutz der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag

Programm-Auszug

Organisatorische Hinweise

  • Anmeldung: Unter www.cducsu.de/veranstaltungen bis zum 7. November 2016. Aus Sicherheitsgründen ist die Angabe Ihres Geburtsdatums bei der Anmeldung unbedingt erforderlich. 
  • Veranstaltungsort: Deutscher Bundestag, Reichstagsgebäude, Zugang über den Eingang SÜD des Reichstagsgebäudes (Scheidemannstraße). Externe Gäste werden vom Eingang zum Veranstaltungsort geleitet. Der Zugang ist barrierefrei.
  • Einlass: ab 13.00 Uhr. Halten Sie am Eingang die Einladung und ein Ausweisdokument bereit. Planen Sie im Hinblick auf erforderliche Sicherheitskontrollen ausreichend Zeit ein.
  • Koordination und Planung: Michaela Noll MdB, Parlamentarische Geschäftsführerin der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag 
  • Fachliche Vorbereitung: Dr. Silke Löhr, Büro des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Dr. Stephan Harbarth MdB; T 030.227-51708
  • Pressebetreuung: Dr. Sven-Olaf Heckel, Pressestelle der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag; T 030.227-52703
  • Organisation: Daniela Renner oder René Heise, Innerer Dienst der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag; T 030.227-52238 oder 030.227-52513