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(Quelle: pixabay)
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Zukunftspaket: Schub für KI und Quantencomputer

Neue Spitzencluster fördern

Die Investitionen in Spitzentechnologien wie KI und Quantencomputing sind ein Eckpfeiler des Aufbruchspakets zur Bekämpfung der Folgen der Corona-Pandemie – und ein wichtiger Schritt für die Zukunftsfähigkeit der Bundesrepublik.

Soviel Einigkeit herrscht selten: Eine aktuelle Bitkom-Umfrage ergab, dass die deutschen Unternehmen der Künstlichen Intelligenz (KI) eine herausragende Bedeutung zusprechen – rund drei Viertel (73 Prozent) der befragten Firmen sind der Meinung, KI sei die wichtigste Zukunftstechnologie überhaupt.

5 Milliarden Euro für KI

Kein Wunder also, dass das Aufbruchspaket einen kräftigen Schub für die KI-Technologie in Deutschland vorsieht: Die bis 2025 geplanten Investitionen in diesen Bereich werden von 3 Milliarden Euro auf 5 Milliarden Euro aufgestockt. Von dieser Erhöhung sollen neben dem Ausbau bestehender Programme vor allem zusätzliche Supercomputer in Deutschland angeschafft werden, um dem steigenden Bedarf an Rechenkapazität gerecht zu werden. Die Kompetenzzentren für KI-Forschung werden zudem noch enger mit der regionalen Wirtschaft in Anwendungshubs verzahnt.

Ebenfalls im Konjunkturpaket vorgesehen ist das Ziel, dass Deutschland in wesentlichen Bereichen der Quantentechnologien, insbesondere dem Quantencomputing, wirtschaftlich und technogisch zur Weltspitze aufrückt. Deshalb soll die Entwicklung und Produktion von Quantentechnologien in Deutschland gefördert werden, so dass daraus langfristig ein neues industrielles Standbein entsteht. Der Bund wird unmittelbar den Auftrag zum Bau von mindestens zwei Quantencomputern an geeignete Konsortien erteilen.

Ausnutzen der Krise

Die für Digitalthemen zuständige Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Nadine Schön, erklärt dazu: „Beim Aufbruchspaket wurde geklotzt, nicht gekleckert. Wir nutzen die Corona-Krise, um uns technologisch innovativ neu aufzustellen und verteidigen auf diese Weise unsere Stellung als eine der führenden Industrienationen. Besonders wichtig ist, dass gemeinsame neue Spitzencluster aus Wissenschaft und Industrie gefördert werden. Auf diese Weise können wir eine effiziente Transferleistung unserer erstklassigen Forschungsergebnisse in konkrete Lösungen und Produkte der Wirtschaft erreichen.“