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Deutschland bleibt Top-Reiseziel

ITB zeigt Branchenvielfalt und Stärken des Tourismusstandorts Deutschland

In Berlin hat die weltweit größte Reisemesse mit mehr als 10.000 Ausstellern aus aller Welt begonnen. Partnerland auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin ist in diesem Jahr Malaysia. Seit Jahren zählt jedoch Deutschland zu einem der beliebtesten Reiseziele für internationale Gäste und auch für Einheimische. Das Erfolgsrezept: der Mix aus Großstadtflair, Natur und Kultur. 

Der Tourismusstandort Deutschland knackt alle Rekorde. Im Jahr 2018 stieg die Zahl der Gästeübernachtungen zum neunten Mal in Folge auf insgesamt 477 Millionen. Der Tourismus bleibt damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Mit einer Bruttowertschöpfung von 105 Milliarden Euro ist der Beitrag des Tourismus an der deutschen Volkswirtschaft höher als im Maschinenbau oder Einzelhandel. Mehr als 2,9 Millionen Beschäftigte sind direkt in der Tourismuswirtschaft tätig. Wichtigste Urlaubsunterkunft bleibt auch in Zeiten von Airbnb und Co. das Hotel.

Das Erfolgsrezept: Kombination aus Kultur, Natur, Sport und Genießen

"Deutschland ist Reiseziel Nummer eins", sagt Paul Lehrieder. Was den Tourismusstandort so erfolgreich macht? „Es ist die Kombination aus Kultur, Natur erleben, Sport und Genießen“, so der tourismuspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion während des Rundgangs über die Messe. Der typische Deutschland-Tourist bleibt zwischen fünf und acht Tage im Land und gibt dabei pro Tag im Schnitt 470 Euro aus, u.a. für Unterkunft, Gastronomie oder im Einzelhandel. „Die kostbarste Zeit des Jahres ist den Menschen auch etwas wert“, so Lehrieder. 

Tourismus auch jenseits der großen Metropolen fördern

Zu den beliebtesten Reisezielen für in- und ausländische Gäste zählen immer noch die großen Metropolen wie Berlin, München oder Hamburg. Immer beliebter werden jedoch auch die ländlichen Regionen mit ihren einzigartigen Natur- und Kulturlandschaften. „Die Menschen, die zu uns kommen, die wollen unsere Lebensart kennenlernen“, so Lehrieder. Damit auch die kleineren Städte von den Zahlen profitieren können, braucht es kluge Marketingstrategien sowie digitale Angebote wie z.B. die Möglichkeit, Regionen virtuell zu erkunden. "Auf diese Weise erkennen die Menschen: es gibt auch außerhalb von Rotenburg, von Neuschwanstein, von München oder Berlin schöne Ecken". 

Bewusstsein für die große Bedeutung der Tourismuswirtschaft schaffen

In diesem Jahr will die Bundesregierung Eckpunkte für eine nationale Tourismusstrategie vorlegen. Diese war im Koalitionsvertrag von CDU/CSU vereinbart worden und stellte einen ganzheitlichen wirtschaftspolitischen Ansatz dar, der die Rahmenbedingungen für die in Deutschland oftmals mittelständisch geprägte Tourismusbranche weiter stärken soll. „Wir wollen die Bundesförderung noch effizienter gestalten, die Belange der Branche in allen Politikbereichen noch besser berücksichtigen und mehr Bewusstsein für die große Bedeutung der Tourismuswirtschaft schaffen“, fasst Paul Lehrieder zusammen.