Thema des Tages


(Quelle: CDU/CSU-Bundestagsfraktion)
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Chancen und Risiken der Digitalisierung

Fraktionskongress diskutierte zu Perspektiven der Digitalisierung

Technologien schreiten voran – manchmal disruptiv, manchmal evolutionär. Trotz aller Chancen, die sich durch die Digitalisierung ergeben, fühlen sich viele Menschen auch verunsichert: Wie sieht es zukünftig mit meinem Arbeitsplatz aus? Werde ich durch Roboter ersetzt? Verstehe ich die Geräte überhaupt noch? Ein Fraktionskongress hat sich mit dem Thema befasst.

Deutsche Unternehmen sehen sich schlechter auf den Wandel durch Digitalisierung vorbereitet als US-Firmen. Das geht aus einer aktuellen Studie der Digitalberatung Etventure und der Meinungsforschungsinstitute GfK und YouGov USA hervor. Demnach hält sich fast jedes dritte Großunternehmen (31 Prozent) als zu unflexibel und zu langsam gegenüber den Anforderungen der digitalen Transformation. In den USA sind es mit 7 Prozent dagegen deutlich weniger.

Deutschland muss dran bleiben

Diesem Trend will die CDU/CSU-Bundestagsfraktion entgegenwirken. In der Digitalisierung sieht Nadine Schön, stellvertretende Fraktionsvorsitzende,  vor allem Chancen für deutsche Unternehmen. „Wir haben aber auch viel zu verlieren“, so Schön mit Blick auf Deutschlands Rolle als bedeutender Industriestandort.

Weiterbildung verbessern

Genau hier soll der Kongress der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag ansetzen. Die Digitale Agenda ist für Nadine Schön und ihre Fraktionskollegen wie Thomas Jarzombek ein Schlüsselthema. Aber wie verändert sie die Wirtschaft und unser Leben – nicht nur als Arbeitnehmer?  Für Nadine Schön kommt es ganz wesentlich darauf an, den Menschen die Angst vor diesem Umbruch zu nehmen und sie für das enorme Potenzial der Digitalisierung zu sensibilisieren. Auch die Weiterbildungen müssen sich dem anpassen. „Hier brauchen wir bessere und alternative Modelle“, so schön.

Cognitive Computing

Werden wir bald alle durch Roboter am Arbeitsplatz abgelöst? Diese Angst treibt viele Arbeitnehmer um. Kanzleramtsminister Peter Altmaier, der die Politik beim Thema „Künstliche Intelligenz“ vertrat, wies mehrfach auf die Potenziale, etwa im Pflegebereich oder bei Fahrassistenzsystemen, hin. „Die gesellschaftliche Veränderung durch künstliche Intelligenz passiert, ob wir sie so wollen oder nicht“, so Altmaier. „Wir Menschen müssen die Kontrolle darüber behalten“. Am Ende müsse der Mensch entscheiden, nicht die Maschine.

Smart Data sinnvoll einsetzen

Thema beim Fraktionskongress war auch Smart Data. Wie setzt man die Datenflut nutzbringend, aber den Datenschutz entsprechend ein? Für Thomas Jarzombek ist der deutsche Datenschutz Segen und Fluch zugleich. Innovationen, die aus Deutschland kommen, würden zu oft noch die strengen Datenschutzregeln entgegenstehen, so Jarzombek. Ein krasser Wettbewerbsnachteil. Jarzombek führte dazu das Beispiel „Studi-VZ“ an, ein deutsches Netzwerk, dass sich letztendlich nicht weiter entwickeln konnte, weil es seine gesammelten Nutzerdaten nicht genauso umfangreich einsetzen konnte, wie etwa Facebook oder Youtube.