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(Quelle: unsplash.com)
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Holz, Feld, Weide: Kombi-Landnutzung fördern

Koalitionsfraktionen setzen sich für Agroforstwirtschaft ein

Die Agroforstwirtschaft schützt das Klima, die Böden und das Wasser. Die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD fordern die Bundesregierung auf, sich für die Förderung von Agroforstsystemen auf EU-Ebene einzusetzen. 

In dem Antrag mit dem Titel „Produktivität, Klimaresilienz und Biodiversität steigern – Agroforstwirtschaft fördern“ werden die Vorteile der multifunktionalen Landnutzung, die sogar mit Tierhaltung kombiniert werden kann, herausgestellt. Unter anderem diene sie dem Klimaschutz, weil das Holz im Boden mehr Kohlenstoff speichern kann, heißt es. Sie schütze die Böden, weil Erosion vermindert und Humus aufgebaut werde. Und sie fördere die Artenvielfalt durch die Schaffung von Lebensräumen. Agroforstbetriebe wiederum profitierten von einer Verbreiterung der Produktpalette, von einer effizienteren Nutzung betrieblicher Ressourcen und von einer höheren Ertragsstabilität.  

Systeme müssen meldefähig werden

Angesichts all dieser Vorteile bemängeln die Koalitionsfraktionen, dass Agroforstsysteme bislang nicht als landwirtschaftliche Landnutzungsform anerkannt sind. „Es fehlt eine klare und kontrollfähige Definition im Agrarförderrecht.“ Es herrsche eine große Unsicherheit bei Landwirtinnen und Landwirten, da Agroforstsysteme nicht als ein eigenständiges Anbausystem meldefähig sind. 

Ganze Fläche fördern 

Vor allem problematisch sei, dass Gehölzstreifen aus der Fläche herausgerechnet werden müssen, die von der EU gefördert werden kann. Deshalb fordern die Koalitionsfraktionen die Bundesregierung auf, Lösungen aufzuzeigen, wie Agrarforstwirtschaftsflächen „in ihrer Gesamtheit als ein eigenes förderfähiges