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(Quelle: picture alliance/ dpa)
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Trauer um die Opfer von Brüssel

Im Anti-Terror-Kampf nicht zurückweichen

Nach den entsetzlichen Terroranschlägen von Brüssel ist die Anteilnahme enorm groß, die Bundesregierung reagierte bestürzt auf die Attentate in der belgischen Hauptstadt und auch die Unionsfraktion ist in Trauer. Bereits jetzt ist aber auch deutlich: Der Terror zielte dieses Mal auf das Herz Europas, er sollte den ganzen Kontinent treffen.

„Wir trauern um die Opfer und sind in Gedanken bei deren Familien. Wir beten für die Verletzten und hoffen, dass sie ihre Gesundheit wiedererlangen“, mit diesen Worten meldete sich der Unionsfraktionsvorsitzende Volker Kauder kurz nach Bekanntwerden der Anschläge aus Japan, wo er sich zu Gesprächen aufhält.

Und auch Stephan Mayer, innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, macht deutlich: „Die CDU/CSU-Fraktion verurteilt die feigen Terroranschläge in Brüssel auf das Schärfste. Die Täter sind skrupellos; sie töteten gezielt wehrlose Menschen. Mit den Anschlägen wurde uns erneut gezeigt, wie real die terroristischen Bedrohungen in Europa sind." 

„Anschlag auf alle Europäer“

"Die entsetzlichen Terroranschläge von Brüssel sind ein Anschlag auf alle Europäer", erklärt Volker Kauder weiter. "Ganz offensichtlich sollte unser ganzer Kontinent getroffen werden, weil die Täter bewusst Brüssel als Ort des Anschlags gewählt haben“, sagte Kauder. Weil einige wenige Fanatiker sich dem unmenschlichen Hass ergeben hätten, mussten erneut viele unschuldige Menschen sterben.

Dem Terror entgegenstellen

Daher, so mahnte der Unionsfraktionsvorsitzende, müssten sich nun alle Europäer, „ja alle friedliebenden Länder dieser Welt gemeinsam dem Terror entgegenstellen.“ Stephan Mayer fordert ebenso: "Wir dürfen uns nicht von den Terroristen einschüchtern lassen, denn sonst haben sie gewonnen."

Anschläge galten der gesamten EU

Ebenso wie Unionsfraktionschef Kauder sieht auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière die Anschläge in Brüssel nicht nur als Angriff auf Belgien, sondern auf die gesamte EU. Die von den  Attentätern ausgewählten Ziele, der internationale Flughafen von Brüssel und eine U-Bahn-Station in der Nähe der EU-Institutionen, sprächen dafür, „dass dieser Anschlag nicht nur Belgien galt“.

De Maizière mahnte daher: „Ein Zurückweichen darf es nicht geben“. Gleichzeitig kündigte der Innenminister an, „den Kampf gegen den Terrorismus hart und entschlossen zu führen“. Dieser könne lange dauern, sagte de Maizière. Dies dürfe uns jedoch „nicht davon abhalten, den Kampf dagegen entschlossen zu führen“, so der Minister.

Sicherheitsvorkehrungen auch in Deutschland erhöht

Auch in Deutschland seien Sicherheitsvorkehrungen, insbesondere für kritische Infrastrukturen, verschärft worden. Sicherheitsbehörden sollten zu dem eine „robuste Präsenz“ an solchen Orten sowie im Grenzgebiet zu Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Luxemburg zeigen.

Bei den Bombenanschlägen in Brüssel sollen nach offiziellen Angaben mindestens 34 Menschen getötet und viele weitere verletzt worden sein. De Maizière sagte vorsichtig: „Die Zahl der Toten ist noch offen. Sie ist sehr hoch.“