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(Quelle: CDU/CSU-Bundestagsfraktion )
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Trauer um die Opfer von Berlin

Kauder: "Schrecklicher Abend für Berlin und ganz Deutschland"

Bei einem mutmaßlichen Anschlag sind in Berlin zwölf Menschen getötet und viele weitere Personen zum Teil schwer verletzt worden. Der Lkw-Angriff richte sich auch "gegen Deutschland und die gesamte westliche Welt", sagt der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Stephan Mayer. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach von einem sehr schweren Tag. Unionsfraktionschef Kauder dankte den Rettungskräften, mahnte für weitere Bewertungen aber die Ergebnisse der Ermittlungen abzuwarten.

Kauder zeigte sich nach den Ereignissen erschüttert. „Es war ein schrecklicher Abend für Berlin und ganz Deutschland“, sagte er. Die Unionsfraktion trauere um die Toten. Alle seien jetzt in Gedanken bei den Angehörigen der Opfer und den Verletzten.

„Entsetzt, erschüttert und tieftraurig“, zeigte sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Presseerklärung nach dem mutmaßlich terroristischen Angriff, den sie als grausam und unbegreiflich verurteilte. „Wir alle, ein ganzes Land, ist mit den Opfern und ihren Angehörigen in tiefer Trauer vereint. Wir beten für sie.“

Dank an die Einsatzkräfte

Ebenso wie Unionsfraktionschef Kauder dankte auch Merkel den Rettungskräften und der Polizei, die hervorragende Arbeit geleistet hatten: “Ich denke an die Sicherheitskräfte, an die Polizisten und Einsatzkräfte und danke ihnen von Herzen für den schweren Einsatz. Ich habe großes Vertrauen in die Ermittler, die seit gestern Abend daran arbeiten, diese unselige Tat aufzuklären. Sie wird bestraft werden, so hart es unsere Gesetze verlangen.“

Noch am Dienstag kam das Sicherheitskabinett zusammen und beriet über mögliche Konsequenzen aus der Tat.

Freies Leben nicht einschränken

Merkel sagte außerdem, man werde sich trotz der Ereignisse nicht vom Terror einschränken lassen: „Wir werden nicht darauf verzichten, auf Weihnachtsmärkte zu gehen, auf unser freies Leben. Wir wollen nicht damit leben, dass uns die Angst vor dem Bösen lähmt. Wir werden Kraft finden für das Leben, frei und miteinander und offen.“

Bislang kein Bekenner zu dem Anschlag

Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte sich nach den Ereignissen erschüttert gezeigt. Für Dienstag ordnete er Trauerbeflaggung an allen Bundesbehörden an. Bei einer Pressekonferenz am Dienstagmittag sagte er außerdem, dass es bislang noch niemanden gebe, der sich zu dem Anschlag bekennt. Der festgenommene Tatverdächtige sei laut de Maizière bislang in keiner Terrordatei gefunden worden. Der Mann streite die Tat ab, die Ermittlungen würden offen weitergeführt. Es bestehe aber keinerlei Zweifel mehr, dass es sich bei dem schrecklichen Ereignis vom Montagabend um einen Anschlag gehandelt habe.

Generalbundesanwalt ermittelt

Aus diesem Grund hat der Generalbundesanwalt den Fall übernommen. Von ihm sollen jetzt Einzelheiten der Tat, Motiv und Hintergründe geklärt werden. Unions-Innenpolitiker Stephan Mayer begrüßte das. „Ich halte es für richtig, dass sehr zeitnah der Generalbundesanwalt die Ermittlungen an sich gezogen hat. Damit sind die Ermittlungen aus meiner Sicht in den Händen, in die sie gehören“, so Mayer.

Ermittlungsbehörden sollen ihre Arbeit machen

Im Interview mit dem Deutschlandfunk warnte er außerdem vor Spekulationen über Herkunft und Hintergrund des Täters. Hier sollten die Ermittlungsbehörden zunächst ihre Arbeit machen. Entscheidend käme es dabei auch darauf an festzustellen, „ob es wirklich ein Einzeltäter war oder ob er eingebunden war in ein größeres Netzwerk, möglicherweise Mitwisser hatte, Kompagnons hatte“, sagte Mayer. Das alles müsse jetzt sehr schnell festgestellt werden.

"Deutschland ist nach wie vor eines der sichersten Länder der Welt"

Den Anschlag selbst nannte Mayer einen Angriff nicht nur auf Berlin, sondern „gegen Deutschland insgesamt, gegen die gesamte westliche Welt.“ Dennoch sei er davon überzeugt, dass Deutschland weiterhin eines der sichersten Länder der Welt sei. Außerdem sollten sich die Menschen „trotz dieses schrecklichen Ereignisses ihre Lebensfreude nicht nehmen lassen.“ Natürlich sei dies „ein Schlag ins Kontor gerade jetzt auch fünf Tage vor dem Heiligabend.“