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(Quelle: picture alliance/ blickwinkel)
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Nukleares Material vor dem Zugriff von Extremisten schützen

Nach den tödlichen Attacken des IS in Europa steht der vierte Gipfel zur nuklearen Sicherheit in Washington im Fokus atomarer Gefahren durch Terrorismus. Bei dem Treffen von mehr als 50 Staats- und Regierungschefs geht es schwerpunktmäßig darum, wie nukleares Material besser vor dem Zugriff von Extremisten geschützt werden kann.

Nach den Ereignissen von Brüssel und Berichten über das Ausspähen eines belgischen Kernkraftwerks durch den IS wird das Interesse von Terroristen an nuklearem Material deutlich. „Nuklearer Terrorismus ist eine der größten Bedrohungen für die globale Sicherheit. Schmutzige Bomben in den Händen von Terroristen sind ein Horrorszenario, das niemals Realität werden darf“, unterstreicht der verteidigungspolitischen Sprecher der Unionsfraktion, Henning Otte. Terrororganisationen wie der Islamische Staat oder Al Kaida dürften keinen Zugriff auf radioaktives Material zum Bau schmutziger Bomben erlangen.

Kein Zugriff Unbefugter auf nukleares Material

„Die Sicherheit von Standorten, an denen nukleares Material gelagert oder verarbeitet wird, muss so gut sein, dass kein Unbefugter Zutritt hat oder auf das Material zugreifen kann. Die Proliferation von Massenvernichtungswaffen und Trägersystemen sowie den Zugriff auf Baupläne müssen die Staaten, die derartige Technologien besitzen, aber auch die Staatengemeinschaft als solche unbedingt verhindern“, so Otte.

IS oder Al-Kaida könnten in Besitz von Uran kommen

Vor dem Hintergrund der vom IS ausgehenden Bedrohungen befasst sich der Atomgipfel unter Führung von US-Präsident Obama erstmals mit der Gefahr durch Terrororganisationen. Denn Sicherheitsexperten fürchten, dass Organisationen wie der IS oder Al-Kaida in den Besitz von geschmuggeltem Plutonium und hochangereichtertem Uran kommen und daraus eine sogenannte schmutzige Bombe bauen könnten. Deutschland wird bei den Beratungen von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vertreten.

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