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(Quelle: picture alliance/dpa)
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Weniger Flüchtlinge in Deutschland

Maßnahmen zeigen klare Wirkung

Weniger Flüchtlinge erreichen Deutschland. Im März dieses Jahres sind nur noch 20.000 Asylsuchende nach Deutschland eingereist.

Hauptgrund für den Rückgang ist die Schließung der sogenannten Balkanroute. Im den letzten drei Monaten des Jahres 2015 wurden noch knapp eine halbe Million Asylsuchender im sogenannten Easy-System des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) registriert, im ersten Quartal dieses Jahres ist ihre Zahl auf 170.000 zurückgegangen. Das entspricht 66 Prozent weniger.  „Die Schließung der Balkanroute ist ein zentrales Element für den gegenwärtigen Rückgang“, sagt Stephan Mayer, innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. „Das EU-Türkei-Abkommen muss sich jetzt in der Praxis bewähren.“

Maßnahmen zeigen Wirkung

Aber auch die von der Bundesregierung ergriffenen gesetzgeberischen und administrativen Maßnahmen zur deutlichen Reduzierung der Flüchtlingszahlen zeigten ihre Wirkung, so Mayer. Derzeit kommen täglich weniger als 200 Menschen nach Deutschland, im Jahr 2015 waren es täglich teilweise mehr als 10.000. Mayer: „Diese Entwicklung ist sehr positiv, muss aber verstetigt werden.“ Für eine Entwarnung hält Mayer es aber deutlich zu früh:  „Die Entwicklung von Alternativrouten, auch über das Mittelmeer ist zu befürchten. Der Migrationsdruck, auch aus Afrika, ist unverändert hoch.“

Weitere sichere Herkunftsländer

Deshalb sei es laut Mayer wichtig, in den Anstrengungen jetzt nicht nachzulassen und die drei Nordafrikastaaten Algerien, Marokko, und Tunesien sehr zügig als sichere Herkunftsstaaten einzustufen. Mayer: „Auch die gestern erfolgte Sammelabschiebung nach Tunesien ist dafür ein wichtiges Signal." Die Gruppe war aufgrund seiner Vereinbarung mit der tunesischen Regierung in ihr Heimatland zurückgebracht worden.