Tag der Begegnung Gruppe von Jugendlichen mit Franz Josef Jung

Thema des Tages


(Quelle: CDU/CSU-Bundestagsfraktion/Birga Köhler)
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„Tage der Begegnung“

Politik zum Anfassen

Wie bildet sich ein Politiker seine Meinung? Gibt es Freundschaften in der Politik? Und: Wie häufig sieht ein Politiker eigentlich seine Familie? Den Politiker nicht nur als Entscheider und vermeintlichen Machtmenschen wahrnehmen, sondern auch die Privatperson dahinter entdecken - das wollten die 200 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der „Tage der Begegnung“. Diese Gespräche über Glaube, Werte und Politik fanden in der vergangenen Woche unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Norbert Lammert im Parlament statt.

Zahlreiche Abgeordnete der CDU/CSU-Bundestagsfraktion stellten sich auf Podien und in Workshops den Fragen der Studierenden. In entspannter Atmosphäre  entlockten die Teilnehmer mit ihren direkten Fragen den Polit-Profis so manche Anekdote.

Wie bildet sich ein Politiker seine Meinung? Gibt es Freundschaften in der Politik? Und: Wie häufig sieht ein Politiker eigentlich seine Familie? Den Politiker nicht nur als Entscheider und vermeintlichen Machtmenschen wahrnehmen, sondern auch die Privatperson dahinter entdecken - das wollten die 200 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der „Tage der Begegnung“. Diese Gespräche über Glaube, Werte und Politik fanden in der vergangenen Woche unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Norbert Lammert im Parlament statt.

Nahostkonflikt und Flüchtlingsfrage im Mittelpunkt

Doch schnell standen die tagesaktuellen und drängenden Fragen der Realpolitik im Zentrum. Im Gespräch mit dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und Kirchenbeauftragten Franz Josef Jung wurden vor allem die Konflikte im Nahen Osten und die Flüchtlingsbewegung nach Europa angesprochen.  „Klar ist: Wir müssen dem Morden in Syrien Einhalt gebieten“, sagte Jung. Deshalb müsse man die Finanzströme an den „Islamischen Staat“ (IS) austrocknen, diesem die Nachschubwege abschneiden und regionale Gruppen, die sich dem Terrornetzwerk entgegenstellen, ausrüsten und ausbilden. „Die ersten Gespräche zwischen der amerikanischen und der russischen Regierung geben Hoffnung“, erklärte Jung mit Blick auf eine mögliche Friedenslösung für Syrien.

Auch die Herausforderung, künftig die große Gruppe der muslimischen Gläubigen unter den Flüchtlingen zu integrieren, war ein Thema. „Ich habe den Eindruck, dass die meisten die Nase voll vom IS haben und von allem, was damit verbunden ist. Natürlich stehen wir an der Seite der Muslime, die ihre Religion im Einklang mit unserer Gesellschaft leben und  unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung achten“, sagte Jung und fügte hinzu: „Doch wir müssen uns fragen, ob es für die Integration auf Dauer gut ist, wenn beispielsweise Imame vom Ausland nach Deutschland entsandt und von dort finanziert werden.“ Auch müsse es selbstverständlich werden, dass in Moscheen hierzulande auf Deutsch gepredigt werde. „Es ist daher keine Hilfe, wenn Saudi-Arabien die Finanzierung von 200 Moscheen in Deutschland anbietet. Stattessen sollte Saudi-Arabien lieber selbst Flüchtlinge aufnehmen oder Flüchtlingscamps finanzieren“, forderte Jung.